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127. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie

20.04. - 23.04.2010, Berlin

Extrazelluläre Matrices (ECM) als Bioscaffolds für das Intestinale Tissue Engineering

Meeting Abstract

  • Henrik Grobe - Universitätsklinik Freiburg, Allgemein- und Viszeralchirurgie, Freiburg, Deutschland
  • Goran Marjanovic - Universitätsklinik Freiburg, Allgemein- und Viszeralchirurgie, Freiburg, Deutschland
  • Tobias Keck - Chirurgische Universitätsklinik Freiburg, Abteilung Allgemein- und Viszeralchirurgie, Freiburg, Deutschland
  • Ulrich Theodor Hopt - Universitätsklinikum Freiburg, Allgemein- und Viszeralchirurgie, Freiburg, Deutschland
  • Jens Hoeppner - Universitätsklinik Freiburg, Allgemein- und Viszeralchirurgie, Freiburg, Deutschland

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie. 127. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie. Berlin, 20.-23.04.2010. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2010. Doc10dgch535

DOI: 10.3205/10dgch535, URN: urn:nbn:de:0183-10dgch5352

Veröffentlicht: 17. Mai 2010

© 2010 Grobe et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Extrazelluläre Matrices (ECM) konnten experimentell ihre Eignung für die in-vivo Regeneration gastrointestinaler Hohlorgane beweisen. Die Mikroskopische Architektur wurde in verschiedenem Ausmaß an gastrointestinalen Hohlorganen wiederhergestellt. Es wird vermutet das das intraluminale chemische Milieu eine Rolle für das Ausmaß der strukturierten Regeneration spielt. Diese Studie untersucht die Rolle von Galle und Pankreassaft auf die ultrastrukturellen und mechanischen Eigenschaften verschiedener ECM in vitro.

Material und Methoden: Small Intestinal Submucosa (SIS), Porcine Dermal Matrix (PDM), Porcine Pericard Matrix (PPM) and Bovine Pericard Matrix (BPM) wurden in Galle und Pankreassaft in-vitro für bis zu 60 Tage inkubiert. Danach erfolgte die Untersuchung mittels Rasterlelektronenmikroskopie (SEM) und Ermittlung der mechanischen Breaking Strenght (meanFmax in Newton).

Ergebnisse: PDM löste sich in 4 Tagen nach Inkubation in Galle und Pankreassaft auf. SIS, PPM und PDM konnten in beiden Medien für 60 Tage ihre makrostruktrelle Integrität wahren. Der negative Einfluss von Galle auf die Breaking Strenght war ausgeprägter als von Pankreassaft in allen untersuchten Materialien. Am mechanisch widerstandsfähigsten stelle sich SIS in beiden Medien dar (mFmax 4,01/14,27N (SIS) vs. 2,08/5,23N (PPM) vs 1,48/7,89N (BPM)). Der mittels SEM ermittelte ultrastrukturelle Schaden stellte sich bei SIS ausgeprägter nach Inkubation in Pankreassaft als in Galle dar. Bei PPM und BPM war das Ausmaß der ultrastukturellen Veränderungen für beide Medien vergleichbar.

Schlussfolgerung: PDM ist nicht geignet für in-vivo Regeneration am Intestinum. SIS stellt unter Einfluss der untersuchten Verdaungssekrete die mechanisch wiederstandsfähigste Matrix dar. Aufgrund nachgewiesener mechanischer und ultrastruktureller Resistenz gegen Galle und Pankreassaft können auch PPM und BPM als Bioscaffolds für die intestinale Regeneration in-vivo erprobt werden.