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127. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie

20.04. - 23.04.2010, Berlin

Von der VATS zur SATS

Meeting Abstract

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  • Reinhard Schück - Städtisches Klinikum Dessau, Klinik für Chirurgie, Dessau, Deutschland
  • Bettina Knorr - Städtisches Klinikum Dessau, Klinik für Chirurgie, Dessau, Deutschland

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie. 127. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie. Berlin, 20.-23.04.2010. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2010. Doc10dgch491

DOI: 10.3205/10dgch491, URN: urn:nbn:de:0183-10dgch4917

Veröffentlicht: 17. Mai 2010

© 2010 Schück et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Die video assisitierte thorakoskopische Chirurgie (VATS) ist ein integrierter Bestandteil zur minimal invasiven Chirurgie intrathorakaler Befunde. Hierbei werden über zwei bis vier differente Inzisionen an der Thoraxwand Trokare und Instrumente eingebracht. Bei der SATS (single access thoracoscopic surgery) wird nur eine Inzision, an der späteren Ausleitungsstelle der Thoraxdrainage, vorgenommen. Über diese werden dann parallel zueinander, die 5mm Winkeloptik, eine 5mm gekrümmte Fasszange und das Staplergerät u.a. eingebracht.

Material und Methoden: Bei insgesamt 39 Patienten mit der Indikation zur thorakoskopischen Intervention konnten wir die SATS-Technik anwenden. Die Befunde waren zuvor computertomographisch mit einem Spiraldraht markiert worden. Nach Einbringen der Optik und Aufsuchen der Markierungsstelle, wurde bei kollabierter Lunge das markierte Areal mit der gekrümmten Fasszange exponiert und mit einem abwinkelbaren Stapler im Sinne einer atypischen Segmentresektion reseziert. Das Resektat wurde dann zur histopathologischen Schnellschnittuntersuchung eingesandt. VATS und SATS wurden retrospektiv verglichen.

Ergebnisse: Nach anfänglicher Lernkurve, die durch ein räumliches Umdenken bei den nun parallel geführten Instrumenten bedingt war, gab es keinen signifikanten Unterschied hinsichtlich der Sicherheit, dem Zeitaufwand des intrathorakalen Operationsabschnittes oder den Komplikationen bei VATS und SATS. Die theoretische Überlegenheit der SATS hinsichtlich des kosmetischen Ergebisses, der Infektionswahrscheinlichkeit, der Nachblutung, dem Zeitaufwand beim Wundverschluß und bei den postoperativen Schmerzen zeigte sich auch in der Praxis. Die Patienten entschieden sich bei der Aufklärung fast ausnahmslos für die SATS - Technik.

Schlussfolgerung: Mit der SATS - Technik ist ein weiterer Fortschritt zur Minimalisierung und damit geringeren Traumatisierung thoraxchirurgischer Eingriffe möglich. Die Technik ist schnell erlernbar und erfordert mit Ausnahme der einmaligen Anschaffung einer gekrümmten Fasszange und dem dazugehörigen flexiblen Throkar, keine Investitionen. Ein weiterer Vorteil liegt in der Möglichkeit jederzeit problemlos den Eingriff auf die bisher gewohnte VATS - Technik zu erweitern.