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127. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie

20.04. - 23.04.2010, Berlin

Sofortrekonstruktion der Mamma mit autologem Gewebe in mikrochirurgischer Technik – Tricks und Traps

Meeting Abstract

  • Christoph Heitmann - Ästhetische Plastische Chirurgie im Camparihaus, Gemeinschaftspraxis Professor Feller/ Professor Heitmann, München, Deutschland
  • Irene Richter-Heine - Ästhetische Plastische Chirurgie im Camparihaus, Gemeinschaftspraxis Professor Feller/ Professor Heitmann, München, Deutschland
  • Maria Schmiel - Ästhetische Plastische Chirurgie im Camparihaus, Gemeinschaftspraxis Professor Feller/ Professor Heitmann, München, Deutschland
  • Axel Feller - Ästhetische Plastische Chirurgie im Camparihaus, Gemeinschaftspraxis Professor Feller/ Professor Heitmann, München, Deutschland

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie. 127. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie. Berlin, 20.-23.04.2010. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2010. Doc10dgch472

DOI: 10.3205/10dgch472, URN: urn:nbn:de:0183-10dgch4724

Veröffentlicht: 17. Mai 2010

© 2010 Heitmann et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Indikationen für die Ablatio beinhalten Multizentrizität, ungünstiges Tumor-Brust Verhältnis, nicht erreichbare freie Tumorränder, Kontraindikation zur Bestrahlung, ausgedehntes DCIS und Wunsch der Patientin. In einem zertifizierten Brustzentrum der Patient in immer die Möglichkeit der primären Brustrekonstruktion gegeben werden. Im Rahmen des letzten Kalenderjahres werden die Zahlen des zertifizierten Brustzentrums am Englischen Garten aufgearbeitet.

Material und Methoden: Im Jahr 2008 betrug die Anzahl der behandelten Primärkarzinome 347. In 89 Fällen wurde eine Ablatio durchgeführt (26%), in 74 Fällen eine hautsparende, periareoläre Mastektomie mit Sofortrekonstruktion der Brust (83%).

Ergebnisse: Die Anzahl der DIEP Lappenplastiken betrug 42, die der S-GAP Lappenplastiken 32. In 5 Fällen war eine operative Revision notwendig (6,7%), 3x Hämatom, 2x arterielle Insuffizienz. 1 S-GAP Lappenplastik wurde verloren. In 3 der initialen Fälle kam es zu einem Teilverlust der thoraxwandständigen Haut. Hier wurde das operative Vorgehen dahingehend abgewandelt, dass bei drohendem Hautverlust die Lappenplastik zunächst für 5 Tage vollständig unter die thoraxwandständige Haut eingelegt (buried flap) und erst nach 5 Tagen entepithelialisiert wird.

Schlussfolgerung: Die Ergebnisse der periareolären, hautsparenden Mastektomie mit mikrochirurgischer Sofortrekonstruktion sind aus ästhetischer Sicht nicht zu schlagen. Die Vorteile liegen im weitgehenden Erhalt des Hautmantels der Brust unter Repektierung der Submammarfalte als ästhetische Einheit, in der Rekonstruktion einer Brust mit identischem Hautkolorit, Textur und nahezu identischer Konsistenz und Körpertemperatur ohne dass ein onkologischer Kompromiss eingegangen wird. Die postoperative Radiation und Durchblutungsstörung der thoraxwandständigen Haut werden häufig als Gegenargument vorgebracht, sind aber lösbare Probleme.