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127. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie

20.04. - 23.04.2010, Berlin

Perforatorlappen zur Eigengewebsrekonstruktion der Brust nach Implantatversagen – eine Analyse von 44 Fällen

Meeting Abstract

  • Oliver Wingenbach - Frankfurter Diakonie Kliniken, Markus Krankenhaus, Klinik für Plastische Chirurgie, Wiederherstellungs- und Handchirurgie, Frankfurt am Main, Deutschland
  • Thomas Gohla - Markus-Krankenhaus, Plastische Chirurgie, Wiederherstellungs- und Handchirurgie, Frankfurt, Deutschland
  • Andreas Gohritz - Markus-Krankenhaus, Plastische Chirurgie, Wiederherstellungs- und Handchirurgie, Frankfurt, Deutschland
  • Nils Stechl - Markuskrankenhaus, Plastische Chirurgie, Wiederherstellungs- und Handchirurgie, Frankfurt, Deutschland
  • Klaus Exner - St. Markus-Krankenhaus, Plastische Chirurgie, Wiederherstellungs- und Handchirurgie, Frankfurt, Deutschland

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie. 127. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie. Berlin, 20.-23.04.2010. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2010. Doc10dgch469

DOI: 10.3205/10dgch469, URN: urn:nbn:de:0183-10dgch4695

Veröffentlicht: 17. Mai 2010

© 2010 Wingenbach et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Nach gescheiterter Brustrekonstruktion mit Silikonimplantaten ist die autologe Rekonstruktion mit Perforatorlappen eine wichtige alternative Therapieoption.

Material und Methoden: Zwischen 2004 und 2008 wurden bei 44 Patientinnen eine Brustrekonstruktion mit Perforatorlappen nach gescheiterter Rekonstruktion mit Silikonimplantaten durchgeführt. Das Durchschnittsalter betrug 57 Jahre. Bei 42 Patientinnen wurde die Brust mit DIEP-Lappen aufgebaut, in 2 Fällen mit einem S-GAP-Lappen. In einem Fragebogen gaben die Patientinnen Auskunft über persönliche Beweggründe, ästhetische Aspekte, postoperative Schmerzen und einer möglichen Bauchwandschwäche sowie Gesamtzufriedenheit und Lebensqualität.

Ergebnisse: Bei insgesamt 47 Lappenplastiken (3mal bilateral) kam es zu einem Totalverlust und in 2 Fällen zu Teilnekrosen mit einer anschließenden Latissimus dorsi Lappenplastik. Das ästhetische Resultat an der Brust wurde von 82%. das am Bauch von 73% als positiv bewertet. In 77% konnte eine Besserung der Ausgangsposition erzielt werden. Während vor dem Verfahrenswechsel nur 59% ihr Brustrekonstruktion als höchstens ausreichend bewertet hatten, gaben 82% der Perforatorrekonstruktion die Note gut bis sehr gut. Bis auf 5 Fälle empfandern alle eine positive Veränderung ihres Körperbildes und eine gesteigerte Lebensqualität.

Schlussfolgerung: Die autologe Brustrekonstruktion mit Perforatorlappen erweist sich in nahezu allen Fällen als erfolgreicher Ausweg bei Silikonimplantat-Versagen.