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127. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie

20.04. - 23.04.2010, Berlin

Intraoperative Radiofrequenzablation bei nichtkleinzelligem Bronchialkarzinom – Möglichkeiten und Grenzen der Methode

Meeting Abstract

  • Thomas Schneider - Thoraxklinik am Universitätsklinikum Heidelberg, Chirurgie, Heidelberg, Deutschland
  • David Reuss - Pathologisches Institut der Universität Heidelberg, Abteilung für Neurpathologie, Heidelberg, Deutschland
  • Andreas Deimling von - Pathologisches Institut der Universität Heidelberg, Abteilung für Neurpathologie, Heidelberg, Deutschland
  • Phillip Schnabel - Pathologisches Institut der Universität Heidelberg, Allgemeine Pathologie, Heidelberg, Deutschland
  • Hendrik Dienemann - Thoraxklinik am Universitätsklinikum Heidelberg, Thoraxchirurgie, Heidelberg, Deutschland
  • Hans Hoffmann - Thoraxklinik am Universitätsklinikum Heidelberg, Thoraxchirurgie, Heidelberg, Deutschland

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie. 127. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie. Berlin, 20.-23.04.2010. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2010. Doc10dgch404

DOI: 10.3205/10dgch404, URN: urn:nbn:de:0183-10dgch4046

Veröffentlicht: 17. Mai 2010

© 2010 Schneider et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Als zusätzliches interventionelles Verfahren erfährt die Radiofrequenzablation (RFA) in der Behandlung primärer Lungentumore für pulmonal eingeschränkte Patienten ein zunehmendes Interesse. Im Rahmen einer „ablate and resect“-Studie wurde die Effizienz der Methode bei nichtkleinzelligem Bronchialkarzinom überprüft.

Material und Methoden: Bei 10 Patenten mit einem gesicherten und primär operablen nichtkleinzelligen Bronchialkarzinom (T1 und T2-Tumore) wurde im Rahmen der kurativen Lungenresektion intraoperativ an der ventilierten und perfundierten Lunge eine RFA vorgenommen. Anschließend erfolgte die Lobektomie mit mediastinaler und hilärer Lymphknotendissektion. Der Effekt der RFA wurde histologisch evaluiert anhand der Darstellung des Nekroseausmaßes mittels NADH-Färbung.

Ergebnisse: Die RFA im Rahmen der offenen Thorakotomie ist technisch durchführbar. Intraoperative Komplikationen traten nicht auf. Histologisch ließen sich nach RFA in der HE-Färbung Chromatinschlieren und eosinophiles Cytoplasma nachweisen. Enzymhistochemisch (NADH) ließ sich in allen Herden entweder in den äußeren Randbereichen oder perivasculär noch vitales Rest-Tumorgewebe nachweisen. Der Anteil devitalisierten Tumorgewebes betrug in n=8 Fällen 80–95%. In einem Fall ließ sich bei dezentraler Sondenposition noch 60% vitales Restgewebe nachweisen, in einem weiteren Fall trotz korrekter Positionierung und ausreichender Applikation der Energie noch 40% vitales Restgewebe.

Schlussfolgerung: RFA an der Lunge ist sicher durchführbar, die Grenzen der Methode zeigen sich im Randbereich der Tumore und in Umgebung größerer Gefäße. Bei korrekter Sondenlage und Applikation der Energie kann die lokale Effektivität nicht immer im voraus sicher abgeschätzt werden. Somit sollte die RFA nur bei Patienten, die für eine kurative chirurgische Resektion nicht geeignet sind, eingesetzt werden.