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127. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie

20.04. - 23.04.2010, Berlin

Die funktionelle Rekonstruktionsplastik des unteren Ösophagussphinkters

Meeting Abstract

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  • Konstantinos Zarras - St. Vinzenz-Krankenhaus, Klinik für Allgemein-, Unfall- und Viszeralchirurgie, Düsseldorf, Deutschland
  • Jens Plambeck - St. Vinzenz-Krankenhaus, Klinik für Allgemein-, Unfall- und Viszeralchirurgie, Düsseldorf, Deutschland

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie. 127. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie. Berlin, 20.-23.04.2010. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2010. Doc10dgch360

DOI: 10.3205/10dgch360, URN: urn:nbn:de:0183-10dgch3601

Veröffentlicht: 17. Mai 2010

© 2010 Zarras et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Die operative Therapie der gastroösophagealen Refluxerkrankung in Form der Fundoplicatio nach Nissen bzw. Hemifundoplicatio nach Toupet hat sich seit vielen Jahren etabliert. Von den Befürwortern der konservativen Therapie wird insbesondere die Frequenz an behandlungsbedürftigen Dysphagien als problematisch angeführt.

Die Arbeiten von Prof. Stelzner über den Spann-Dehn-Verschluss des unteren Ösophagussphinkters aus dem Jahre 2004 bieten die Grundlage für eine anatomisch adaptierte Rekonstruktion des unteren Ösophagussphinkters.

Die Operation gliedert sich in folgende Schritte:

1.
Reposition des gastroösophagealen Überganges
2.
Hiatoraphie mit Meshaugmentation
3.
Ösophagofundopexie

Material und Methoden: Vom 01.07.2008 bis zum 31.06.2009 wurden 51 Patienten mit einer gastroösophagealen Refluxerkrankung und axialer Hiatushernie operiert.

Bei allen Patienten erfolgten präoperativ eine ÖGD, eine 24h-pH-Manometrie, ein Ösophagusbreischluck sowie die Evaluierung des GLQI.

Intraoperativ wurde am Operationende eine Gastroskopie durchgeführt um die regelrechte Lage und Passage der Kardia zu dokumentieren. Am 1. postoperativen Tag wurde zur Dokumentierung des Operationsergebnisses ein Ösophagusbreischluck durchgeführt.

6 Monate postoperativ werden die Patienten nachuntersucht, nach ihren Symptomen befragt und der GLQI erhoben.

Ergebnisse: Vorgestellt werden sollen die Operationstechnik und die ersten Ergebnisse mit einer minimalen Nachbeobachtungszeit von 6 Monaten.

Zum jetzigen Zeitpunkt zeigt sich eine signifikante Verbesserung der Lebensqualität basierend auf der Erhebung des GLQI. Dysphagien oder Rezidive haben wir bis Heute nicht beobachtet.

Schlussfolgerung: Die Funktionelle Rekonstruktionsplastik des Unteren Ösophagussphinkters stellt eine anatomisch adaptierte Variante zur operativen Therapie der gastroösophagealen Refluxkrankheit dar.

Die Langzeitevaluierung muß die Gleichwertigkeit zu den etablierten Verfahren bezüglich Rezidivrate und Symptomkontrolle zeigen.