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127. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie

20.04. - 23.04.2010, Berlin

Der Aktivierungsstatus von NK Zellen determiniert die T-Zell-Antwort

Meeting Abstract

  • Alexander Krömer - Universitätsklinikum Regensburg, Klinik und Poliklinik für Chirurgie, Regensburg, Deutschland
  • Xiang Xiao - Beth Israel Deaconess Medical Center, Harvard Medical School, The Transplant Institute, Boston, MA, USA
  • Gulcin Demirci - Beth Israel Deaconess Medical Center, Harvard Medical School, The Transplant Institute, Boston, MA, USA
  • Hans Jürgen Schlitt - Universitätsklinikum Regensburg, Klinik und Poliklinik für Chirurgie, Regensburg, Deutschland
  • Edward Kenneth Geissler - Universitätsklinikum Regensburg, Klinik und Poliklinik für Chirurgie, Experimentelle Chirurgie, Regensburg, Deutschland
  • Xian C. Li - Beth Israel Deaconess Medical Center, Harvard Medical School, The Transplant Institute, Boston, MA, USA

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie. 127. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie. Berlin, 20.-23.04.2010. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2010. Doc10dgch336

DOI: 10.3205/10dgch336, URN: urn:nbn:de:0183-10dgch3362

Veröffentlicht: 17. Mai 2010

© 2010 Krömer et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Vor kurzem wurden neue Subsets von NK Zellen beschrieben, welche phänotypische Eigenschaften von dendritischen Zellen (DCs) besitzen. Es ist unklar, durch welche Faktoren diese neuartigen NK Zellen reguliert werden und welche Rolle sie in der T Zell Antwort spielen. Dies stellt jedoch ein entscheidendes immunologisches Problem dar.

Material und Methoden: Um DC-artige CD3-NK1.1+ NK Zellen näher charakterisieren zu können, generierten wir homozygote DC-Reportermäuse (B6.CD11c-GFP), in welchen die Expression des DC-Markers CD11c genetisch an die Coexpression von GFP und Diphterie-Toxin-Rezeptor geknüpft ist. Darüber hinaus erzeugten wir T Zell Rezeptor-transgene B6.OTIIa-Foxp3-GFP-Knockin-Mäuse, in welchen Foxp3+ regulatorische T Zellen (Tregs) durch die Coexpression von GFP definiert werden. Mit diesen Modellen war es uns möglich, die Rolle von DC-artigen NK Zellen in der T Zell Antwort genauer untersuchen zu können.

Ergebnisse: Zunächst zeigten wir per polychromatischem FACS, dass Subsets von NK Zellen in naiven B6 Mäusen tatsächlich DC-Marker wie CD11c, CD86 und MHCII exprimieren. Darüber hinaus fanden wir, dass diese Marker durch die in vivo Aktivierung mit IL-15 oder dem TLR-Liganden ODN1668 signifikant hoch reguliert werden. Daher hypothesierten wir, dass DC-artige NK Zellen per se in der Lage sind, antigen-spezifische T Zell Antworten in vitro zu induzieren. In der Tat zeigte sich in unserem OTIIa-Foxp3-GFP-Knockin-Model, dass die DC-artigen NK Zellen in naivem Zustand, ähnlich wie plasmazytoide DCs, eine mäßiggradige Proliferation GFP- T Effektor Zellen induzieren, während sie in aktiviertem Zustand die T Effektor Antwort mittels eines Perforin-abhängigen Mechanismus inhibieren. Darüber hinaus fanden wir, dass sie in naivem Zustand, eine starke Induktion Foxp3+ Tregs generieren, während sie in aktiviertem Zustand die Treg-Induktion mittels Perforin- und IFN-γ-abhängiger Mechanismen supprimieren.

Schlussfolgerung: Wir schlussfolgern, dass DC-artige NK Zellen in Abhängigkeit ihres Aktivierungsstatus eine dichotome Rolle in der peripheren T Zell Antwort spielen, was von entscheidender Bedeutung für die Regulation der T Zell Homöostase in Transplantpatienten sein dürfte.