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127. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie

20.04. - 23.04.2010, Berlin

Erfahrungen mit der OSG-Endoprothese bei posttraumatischer Arthrose

Meeting Abstract

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  • Richard Stangl - Krankenhaus Rummelsberg, Unfallchirurgie, Schwarzenbruck, Deutschland
  • Christoph Seemüller - Krankenhaus Rummelsberg, Unfallchirurgie, Schwarzenbruck, Deutschland
  • Roland Kausler - Krankenhaus Rummelsberg, Unfallchirurgie, Schwarzenbruck, Deutschland

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie. 127. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie. Berlin, 20.-23.04.2010. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2010. Doc10dgch331

DOI: 10.3205/10dgch331, URN: urn:nbn:de:0183-10dgch3316

Veröffentlicht: 17. Mai 2010

© 2010 Stangl et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Die posttraumatische OSG-Arthrose bei häufig jüngeren Patienten wurde in der Vergangenheit mit der OSG-Arthrodese erfolgreich versorgt. Hohe Raten an Anschlussarthrosen, reduzierten Ganggeschwindigkeiten, Pseudarthosen und langen Behandlungsverläufen sind mit dem Aktivitätsanspruch dieser Patienten immer weniger in Einklang zu bringen. Die OSG-Prothese wird von diesem Patientengut zunehmend gefordert.

Material und Methoden: An der Orthopädisch-unfallchirurgischen Klinik Rummelsberg sind vom 1.2.2006–31.6.2009 23 OSG-Prothesen implantiert worden. An der Abteilung für Unfallchirurgie der Orthopädisch-unfallchirurgischen Klinik Rummelsberg sind 12 OSG-Prothesen bei posttraumatischer OSG-Arthrose vom 1.3.2006–31.6.2009 implantiert worden. Die retrospektive konsekutive Nachuntersuchung wurde anhand eines standardisierten Fragebogens und einer klinischen Befunderhebung durchgeführt.

Ergebnisse: 8 Männer und 4 Frauen stellen die Geschlechtsverteilung dar. Das Alter der Patienten reichte von 26–75 Jahren. Neben den operationsspezifischen Parametern werden die radiologischen und klinischen Nachuntersuchungsergebnisse (AOFAS-Score) dargestellt. 8 Patienten zeigten sich zum Nachuntersuchungstermin sehr zufrieden.3 Patienten zeigten eine akzeptable Gehstrecke von 1–2 km, 1 Patient mit berufsgenossenschaftlichen Versorgungsanspruch zeigte ein unbefriedigendes Ergebnis mit 200m schmerzfreier Gehstrecke. Alle Prothesen sind in situ.

Schlussfolgerung: Bei selektierten Patienten mit posttraumatischer Arthose stellt die OSG-Prothese eine Alternative zur Arthodese, zumindest bei mittlerer Nachbeobachtungszeit dar.