gms | German Medical Science

127. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie

20.04. - 23.04.2010, Berlin

Das schwerste Polytrauma mit einem ISS ≥ 50

Meeting Abstract

Suche in Medline nach

  • Simone Wurm - BG-Unfallklinik Murnau, Unfallchirurgie, Murnau, Deutschland
  • Marc Röse - Universitätsklinik Würzburg, Anästhesie, Würzburg, Deutschland
  • Alexander Woltmann - BG-Unfallklinik Murnau, Unfallchirurgie, Murnau, Deutschland
  • Volker Bühren - BG-Unfallklinik Murnau, Unfallchirurgie, Murnau, Deutschland

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie. 127. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie. Berlin, 20.-23.04.2010. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2010. Doc10dgch224

DOI: 10.3205/10dgch224, URN: urn:nbn:de:0183-10dgch2247

Veröffentlicht: 17. Mai 2010

© 2010 Wurm et al.
Dieser Artikel ist ein Open Access-Artikel und steht unter den Creative Commons Lizenzbedingungen (http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/3.0/deed.de). Er darf vervielfältigt, verbreitet und öffentlich zugänglich gemacht werden, vorausgesetzt dass Autor und Quelle genannt werden.


Gliederung

Text

Einleitung: 2006 wurden in Deutschland 427.500 Menschen bei Verkehrsunfällen verletzt. Durch immer schnellere Fahrzeuge stieg dabei auch die Anzahl der Schwerstverletzten.

Material und Methoden: Unter der Fragestellung der posttraumatischen Lebensqualität wurde in einer prospektiven Studie das schwerste Polytrauma (ISS ≥ 50) untersucht.

Untersucht wurden:

  • Verletzungsmechanismus
  • verletzte Körperregion
  • Intensivaufenthalt
  • Outcome bei Entlassung
  • aktueller Gesundheitszustand
  • psychische Beeinträchtigungen

Ergebnisse: Von 1/2000 bis 12/2005 wurden in der BG-Unfallklinik Murnau 1435 polytraumatisierte Patienten behandelt, 88 hatten einen ISS ≥ 50.

Von den Schwerstverletzten konnten nur 23% gut erholt nach Hause entlassen werden, 15 % blieben schwerbehindert, und 36% verstarben. Über die Hälfte der nachuntersuchten Patienten gab aktuell eine körperliche Beeinträchtigung oder Schmerzen an. Zudem zeigten 41% psychische Auffälligkeiten.

Es zeigte sich also, dass bei den Schwerstverletzten trotz guter Überlebensrate die posttraumatische Lebensqualität noch mäßig ist.

Schlussfolgerung: Wichtig ist daher, frühzeitig mit multimodalen Therapiekonzepten zu beginnen, um einer Chronifizierung von Schmerzen und psychischen Auffälligkeiten entgegenzuwirken.