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127. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie

20.04. - 23.04.2010, Berlin

Strukturierte Ausbildung in der MIC – wie und womit?

Meeting Abstract

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  • Thomas Carus - Krankenhaus Cuxhaven GmbH, Klinik für Allgemein-, Visceral- und Gefäßchirurgie, Cuxhaven, Deutschland
  • Heiko Lienhard - Krankenhaus Cuxhaven GmbH, Klinik für Allgemein-, Visceral- und Gefäßchirurgie, Cuxhaven, Deutschland

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie. 127. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie. Berlin, 20.-23.04.2010. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2010. Doc10dgch065

DOI: 10.3205/10dgch065, URN: urn:nbn:de:0183-10dgch0659

Veröffentlicht: 17. Mai 2010

© 2010 Carus et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Die Ausbildung in der minimal-invasiven Chirurgie erfolgt in der Regel im klinischen Alltag am Patienten. Feste Konzepte fehlen häufig, was zur Gefährdung der Patientensicherheit führen kann. Eine strukturierte Ausbildung ermöglicht das schrittweise Erlernen laparoskopischer Techniken und deren klinischer Anwendung. Der Einsatz virtueller Trainingsmöglichkeiten verkürzt die Lernkurve und steigert die Ausbildungseffizienz.

Material und Methoden: Seit 1996 haben wir ein eigenes Curriculum für minimal-invasive Chirurgie umgesetzt und ständig weiterentwickelt. Das Ausbildungskonzept verlief dabei in den Stufen: 1. Laparoskopische Grundtechniken, 2. Operationssimulation am Pelvitrainer, 3. Operationssimulation am perfundierten Organ im POP-Trainer, 4. mehrtägige Hospitation mit Operationsassistenz und 5. ggf. OP-Begleitung im Krankenhaus. Bis September 2009 wurden über 1.400 Ärzte in den Stufen 1.–3. im Rahmen der „Neuwerker Nahtkurse“ ausgebildet. 138 Ärzte nutzten Stufe 4. und einzelne Operateure Stufe 5. zur Ausbildung.

Ergebnisse: Das strukturierte Ausbildungskonzept in der MIC wurde von den teilnehmenden Ärzten durchschnittlich mit der Schulnote 1,3 bewertet. 96,4% der Teilnehmer gaben an, daß auf Versuche mit lebenden Tieren verzichtet werden könne. Ein deutlicher Lerneffekt trat in den Ausbildungsstufen 1.–3. schon nach 2–4 Stunden ein, nach 8 Übungsstunden waren 75% der Teilnehmer in der Lage, eine laparoskopische Kolonanastomose als Handnaht zu fertigen. Die Übungen an perfundierten Organen ermöglichten das „stressfreie“ Erlernen von Techniken zur Blutstillung. Den größten Stellenwert nach den praktischen Übungen hatte die mehrtägige Hospitation mit Operationsassistenz.

Schlussfolgerung: Durch eine strukturierte Ausbildung in der minimal-invasiven Chirurgie kann die Lernkurve der Operateure deutlich verkürzt und die Behandlung optimiert werden.