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126. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie

28.04. - 01.05.2009, München

Vorstellung eines Behandlungskonzepts bei Bronchusstumpfinsuffizienz

Meeting Abstract

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  • corresponding author G. Bischoff - Klinik für Thorax- und Gefäßchirurgie, Universitätsklinikum Ulm
  • KH. Orend - Klinik für Thorax- und Gefäßchirurgie, Universitätsklinikum Ulm
  • L. Sunder-Plassmann - Klinik für Thorax- und Gefäßchirurgie, Universitätsklinikum Ulm

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie. 126. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie. München, 28.04.-01.05.2009. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2009. Doc09dgch10994

DOI: 10.3205/09dgch761, URN: urn:nbn:de:0183-09dgch7611

Veröffentlicht: 23. April 2009

© 2009 Bischoff et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Die Bronchusstumpfinsuffizienz (BI) bleibt nach wie vor die gefürchteste Komplikation nach Pneumonektomie. Die Inzidenz der BI ist deutlich von 27% in den 50iger Jahren auf 1,5–12% zurückgegangen. Die Letalität bei Bronchusstumpfinsuffizienz wird in der Literatur mit zwischen 20–70% angegeben. Die Defektdeckung bei Bronchusstumpfinsuffizienz nach Lungenresektion gestaltet sich oftmals sehr problematisch, da durch Keimkontamination und schlechten Durchblutungsbedingungen erschwerte Einheilungsbedingungen bestehen.

Material und Methoden: Insgesamt sind 10 Patienten mit einer Bronchusstumpfinsuffizienz nach erfolgloser Übernähung und Netzplombe mit einer erneuten Bronchusnaht, Thorakoplastik und VVS-Anlage versorgt worden. Mit der Vakuumversiegelung (VVS) steht ein geschlossenes Verbandssystem zur feuchten Wundbehandlung mit festem Kontakt zur Wundoberfläche sowie Schutz vor Kontamination mit Hospitalkeimen und Dekontamination von Bakterien durch ständigen schwerkraftunabhängigen Sekretabtransport zur Verfügung. Die VVS bietet gerade bei Problemwunden mit starker Sekretion und ungünstiger Lokalisation deutlich mehr Vorteile gegenüber den herkömmlichen Verfahren. Es kommt zur Förderung von Granulationsgewebe, dies setzt aber im Thorax eine besonders dichte Einbringung des Polyurethanschwamms voraus um so überall den Kontakt des Schwammes mit der Thoraxwand zu gewährleisten.

Ergebnisse: Zum Verschluß des Bronchusstumpfes kam es bei 8 Patienten. 2 Patienten sind im weiteren Behandlungsverlauf verstorben. Nach unseren Erfahrungen eignet sich für die Versiegelung im Thorax nur der hydrophobe Polyurethanschwamm an den lediglich ein Sog von maximal 100 mmHg angelegt werden sollte.

Schlussfolgerung: Die Kombination von Bronchusnaht, Thorakoplastik und VVS-Anlage scheint nach den ersten Erfahrungen ein erfolgversprechendes Konzept zu sein.