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126. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie

28.04. - 01.05.2009, München

Ist ein laparoskopisches Vorgehen beim Strangulationsileus sinnvoll? Erfahrungsbericht über 31 Fälle

Meeting Abstract

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  • corresponding author Th. Nicolaus - Chirurgische Klinik der DRK Kliniken Berlin Köpenick, Berlin, Deutschland
  • C. Ritter - Chirurgische Klinik der DRK Kliniken Berlin Köpenick, Berlin, Deutschland
  • M. Sahm - Chirurgische Klinik der DRK Kliniken Berlin Köpenick, Berlin, Deutschland
  • M. Pross - Chirurgische Klinik der DRK Kliniken Berlin Köpenick, Berlin, Deutschland

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie. 126. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie. München, 28.04.-01.05.2009. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2009. Doc09dgch11424

DOI: 10.3205/09dgch533, URN: urn:nbn:de:0183-09dgch5335

Veröffentlicht: 23. April 2009

© 2009 Nicolaus et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Die laparoskopische Chirurgie ist heute ein wichtiger Bestandteil der Chirurgie und aus vielen Bereichen nicht mehr wegzudenken. Ihr Schwerpunkt liegt vor allem in der elektiven Chirurgie wie z.B. der Adipositaschirurgie, bei symptomatischer Cholezystolithiasis oder der Hernienchirurgie. Abdominelle Voroperationen in der Anamnese der Patienten oder bestimmte akute Beschwerdesymptomatiken gelten häufig noch als Kontraindikation für ein laparoskopisches Vorgehen. Wir haben seit 1996 31 Patienten mit der Klinik eines Strangulationsileus primär laparoskopisch operiert und möchten unsere Ergebnisse vorstellen und diskutieren.

Material und Methoden: Es handelt sich um eine retrospektive statistische Datenauswertung aus dem Patientengut unserer Klinik aus dem Zeitraum Januar 1996 bis September 2008.

Ergebnisse: Im Zeitraum vom Januar 1996 bis September 2008 wurden 31 Patienten mit einem Strangulationsileus laparoskopisch operiert, wovon bei 7 (22,6%) Patienten die Konversion erfolgte. 77 Patienten wurden primär konventionell mit Schnitt operiert. Ursache des Umstiegs waren in drei Fällen (9,6%) eine Dünndarmgangrän, in drei Fällen (9,6%) ausgedehnte interenterische Adhäsionen sowie in einem Fall (3,2%) eine Serosapenetration durch einen Strang. Die mittlere Liegedauer betrug 7,9 Tage (3-20 Tage). Postoperative Komplikationen in 4 Fällen (12,8%): 1 Revision bei Peritonitis (3,2%); 1 letaler Verlauf (3,2%); in 2 Fällen prolongierte Darmparalyse mit verzögertem Kostaufbau.

Schlussfolgerung: Ein laparoskopisches Vorgehen beim Strangulationsileus ist bei gezielter Indikationsstellung sinnvoll, da das Abdomen gut inspiziert werden kann ind die Patienten vom Benefit der MIC profitieren. Sie sollte aber nur laparoskopisch versierten Operateuren vorbehalten bleiben.