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126. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie

28.04. - 01.05.2009, München

Die laparoskopische Splenektomie – Vorteile und Komplikationsmanagement

Meeting Abstract

  • corresponding author M. Sahm - Klinik für Chirurgie, DRK Kliniken Berlin-Köpenick, Berlin, Deutschland
  • T. Nicolaus - Klinik für Chirurgie, DRK Kliniken Berlin-Köpenick, Berlin, Deutschland
  • C. Ritter - Klinik für Chirurgie, DRK Kliniken Berlin-Köpenick, Berlin, Deutschland
  • M. Pross - Klinik für Chirurgie, DRK Kliniken Berlin-Köpenick, Berlin, Deutschland
  • H. Lippert - Klinik für Allgemein-, Visceral- und Gefäßchirurgie, Otto-von-Guericke Universität Magdeburg, Magdeburg, Deutschland

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie. 126. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie. München, 28.04.-01.05.2009. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2009. Doc09dgch10827

DOI: 10.3205/09dgch530, URN: urn:nbn:de:0183-09dgch5307

Veröffentlicht: 23. April 2009

© 2009 Sahm et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Die laparoskopische Splenektomie entwickelte sich zum Standardverfahren bei bestimmten Indikationsgruppen, insbesondere bei hämatologischen Erkrankungen.

Material und Methoden: Im Zeitraum vom 1997 bis 2007 führten wir 36 laparoskopische Splenektomien durch. Es wurde der anteriore Zugang mit wahlweise 3 oder 4 Trokaren gewählt.

Ergebnisse: Die folgenden Erkrankungen stellten Indikationen zur Operation dar: idiopathische thrombozytopenische Purpura (n=21), Non-Hodgkin-Lymphome (n=7), Milzhämangiom (n=2 ), Sphärozytose (n=4), Hypersplenismus (n=1), verkalkte Milzzyste (n=1). Die mediane Operationszeit betrug 100 min ( 40–175 Min.). Bei 5 Patienten mußte intraoperativ konvertiert werden.Die häufigste intraoperative und postoperative Komplikation stellte die Blutung dar. 2 Patienten entwickelten eine Thrombose der V. portae.

Schlussfolgerung: Die laparoskopische Splenektomie stellt ein alternatives Verfahren zur konventionellen Splenektomie dar. Die Methode ist sicher und mit einer geringen Komplikationsdichte durchführbar. Sie stellt mittlerweile das Standardverfahren zur Entfernung der Milz bei hämatologischen Erkrankungen dar. Wegen der Gefahr der Pfortaderthrombose sollte eine postoperative verlängerte Thromboseprophylaxe durchgeführt werden.