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126. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie

28.04. - 01.05.2009, München

Gewebeversiegelung mit Tachosil (R), effektiv und leicht anwendbar

Meeting Abstract

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  • corresponding author K. Storz - Chirugische Abteilung der Thoraxklinik Heidelberg am Universitätsklinikum Heidelberg
  • H. Dienemann - Chirugische Abteilung der Thoraxklinik Heidelberg am Universitätsklinikum Heidelberg

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie. 126. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie. München, 28.04.-01.05.2009. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2009. Doc09dgch11051

DOI: 10.3205/09dgch400, URN: urn:nbn:de:0183-09dgch4004

Veröffentlicht: 23. April 2009

© 2009 Storz et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: In 15–25% der lungenresezierenden Eingriffe kommen persistierende Parenchymlecks vor. Meistens resultiert daraus eine längere Drainageliegedauer oder ein Revisionseingriff, der zu verlängertem Hospitalaufenthalt und erhöhten Kosten führt. Eine Methode der Oberflächenversiegelung ist. Tachosil(R), ein Flies mit schwammartiger Struktur und bestehend aus Kollagen, Fibrinogen und Thrombin. Anwendungsmöglichkeiten sind u.a. Parenchymlecks an Klammernahtreihen, pleurale Defekte,diffuse Blutungen aus der Lungenoberfläche nach Dekortikation oder Adhaesiolyse oder auch prophylaktisch. Die Anwendung führt zumeist zu einer effektiven Versiegelung mit hoher Erfolgsrate.

Material und Methoden: Im Zeitraum von 7/2003 bis 12/2004 haben wir Tachosil-Fliese 279 mal an 231 Patienten angewendet. Das mittlere Alter betrug 57 Jahre, insgesaamt waren es 6,04% der Eingriffe in diesem Zeitraum. Es wurden im Schnitt 1,2 Fliese pro Patient verwendet. Gesondert betrachtet wurde ein Patientenkollektiov aus dem Jahre 2005. Die Mehrzahl der Patienten hatten einen lungenresezierenden Eingriff wegen Bronchial-Ca oder Metastasen.

Ergebnisse: Von den 231 Pat. wurden 188 wegen Parenchymleck behandelt, in 2% davon persistierte die Leckage, so daß 1,6% revidiert werden mußten. 23 Patienten wurden wegen difusser Blutung versiegelt, hier war das Vorgehen in allen Fällen erfolgreich. 20 Patienten wurden prohylaktisch verklebt, davon mußte einer wegen persistierendem Leck revidiert werden. Im gesondert aufgearbeitetem Kollektiv von 2005 konnte gezeigt werden, daß die Drainageliegedauer im Falle einer Lecvkage und die Hospitalliegedauer deutlich verrringert werden konnten.

Schlussfolgerung: Gewebeversiegelung mit Tachosil ist effektiv und führt deshalb zu einer kürzeren Drainagedauer und Hospitalaufenthalt. Durch die signifikante Reduktion von Parenchyleckagen werden ebenfalls die Komplikationen nach Leckage reduziert.