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126. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie

28.04. - 01.05.2009, München

Die Rolle der Mastzellen bei der Pathogenese des Bauchaortenaneurysmas

Meeting Abstract

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  • corresponding author H.-J. Sommer - Gefäß- und Thoraxchirurgische Klinik des Städtischen Klinikums Karlsruhe
  • A. Schneider - Gefäß- und Thoraxchirurgische Klinik des Städtischen Klinikums Karlsruhe
  • M. Storck - Gefäß- und Thoraxchirurgische Klinik des Städtischen Klinikums Karlsruhe

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie. 126. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie. München, 28.04.-01.05.2009. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2009. Doc09dgch11432

DOI: 10.3205/09dgch373, URN: urn:nbn:de:0183-09dgch3736

Veröffentlicht: 23. April 2009

© 2009 Sommer et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Inflammatorische Zellinfiltrate, Neovaskularisierungen sowie die Produktion und Aktivierung verschiedener Proteasen und Zytokine spielen bei der Entwicklung von Aneurysmata eine wichtige Rolle. Eine Relais-Funktion bei diesen pathophysiologischen Mechanismen übernimmt die Mastzelle. Als Quelle multifunktionaler Zytokine scheint sie für diese Funktion glänzend geeignet.

Material und Methoden: Untersucht wurden 15 Bauchaortenaneurysmata aus dem laufenden Sektionsgut des pathologischen Instituts zur licht- und elektronenmikroskopischen Untersuchung entsprechend aufgearbeitet. Zur allgemeinen histologischen Untersuchung wurden folgende Färbelösungen benutzt: Tryppan-blau, Giemsa-Lösung: May-Grünwald-Lösung, Mayer´s Hämalaun. Gezählt wurden alle intakten und fragmentierten Mastzellen. Ausgewählt wurden die metachromatischen Zellen in Intima, Media und Adventitia, besonders an der Grenze zwischen Media und Adventitia.

Ergebnisse: Die Mastzellen heben sich in der Färbung als kontrastreiche Zellen deutlich von der Umgebung ab. Viele Mastzellen sieht man in der Adventitia und Intima. Die Media erscheint völlig degeneriert. Eine Invasion von Entzündungszellen wie T- und B-Lymphozyten, Makrophagen und vor allem Mastzellen wird beobachtet.

Schlussfolgerung: Die elastischen Fasern werden durch proteolytischen Enzyme zerstört, die von den Entzündungszellen produziert werden. Der Nachweis zahlreicher Metalloproteine (MMP´s) in der Wand von aneurymatisch veränderten Gefäßen unterstützt diese Hypothese. Hier ist von Bedeutung, dass Mastzellen durch die Fähigkeit Matrixmetalloproteine zu produzieren in der Lage sind, die Basallamina (Hauptbestandteil Kollagen IV) aufzubrechen. Eine Stimulation der Mastzellen erhöht die Expression der meisten Metalloproteine (MMP´s).