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126. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie

28.04. - 01.05.2009, München

Therapie der Gynäkomastie

Meeting Abstract

  • corresponding author M.A. Reichenberger - Klinik für Hand-, Plastische und Rekonstruktive Chirurgie - Schwerbrandverletztenzentrum, BG-Unfallklinik Ludwigshafen, Klinik für Plastische und Handchirurgie an der Universität Heidelberg
  • M. Hrabowski - Klinik für Hand-, Plastische und Rekonstruktive Chirurgie - Schwerbrandverletztenzentrum, BG-Unfallklinik Ludwigshafen, Klinik für Plastische und Handchirurgie an der Universität Heidelberg
  • H. Engel - Klinik für Hand-, Plastische und Rekonstruktive Chirurgie - Schwerbrandverletztenzentrum, BG-Unfallklinik Ludwigshafen, Klinik für Plastische und Handchirurgie an der Universität Heidelberg
  • M. Pelzer - Klinik für Hand-, Plastische und Rekonstruktive Chirurgie - Schwerbrandverletztenzentrum, BG-Unfallklinik Ludwigshafen, Klinik für Plastische und Handchirurgie an der Universität Heidelberg
  • D.F. Richter - Abteilung für Plastische Chirurgie, Dreifaltigkeits-Krankenhaus, Wesseling
  • H. Ryssel - Klinik für Hand-, Plastische und Rekonstruktive Chirurgie - Schwerbrandverletztenzentrum, BG-Unfallklinik Ludwigshafen, Klinik für Plastische und Handchirurgie an der Universität Heidelberg
  • G. Germann - Klinik für Hand-, Plastische und Rekonstruktive Chirurgie - Schwerbrandverletztenzentrum, BG-Unfallklinik Ludwigshafen, Klinik für Plastische und Handchirurgie an der Universität Heidelberg

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie. 126. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie. München, 28.04.-01.05.2009. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2009. Doc09dgch11565

DOI: 10.3205/09dgch243, URN: urn:nbn:de:0183-09dgch2436

Veröffentlicht: 23. April 2009

© 2009 Reichenberger et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Die Gynäkomastie beim Mann stellt ein häufiges Krankheitsbild meist in der Pubertät oder im Senium dar. Der Befund ist in über 75% beidseits ausgeprägt und hat häufig eine hormonelle Dysbalance mit Östrogenüberschuss als Ursache. Einige Medikamente begünstigen als Nebenwirkung die Bildung einer Gynäkomastie. Man unterscheidet hier die drüsige Gynäkomastie von der fettigen (Pseudo-) Gynäkomastie, die meist alimentäre Ursachen hat. Häufig sind jedoch auch Mischformen zu finden.

Material und Methoden: Für die operative Therapie der Gynäkomastie steht eine Vielzahl unterschiedlicher Behandlungen zur Verfügung. Diese richten sich nach dem klinischen Befund und dem Anteil an Fett- bzw. Drüsengewebe. Während bei der lipomatösen Gynäkomastie ohne Drüsenhypertrophie eine alleinige Liposuktion ausreicht, empfiehlt sich bei der gemischten Form eine Kombination aus Liposuktion und offener Resektion mit periareolärem Rundschnitt. Fehlermöglichkeiten und Komplikationen treten bei ungünstiger Schnittführung auf, was zu prominenten und entstellenden Narben führt. Alleinige Entfernung des Drüsengewebes resultiert in einer Dellenbildung im Areolenbereich, ebenso kann die exzessive Resektion zu Einsenkungen oder Adhärenzen im Operationsgebiet führen. Fehlende Retraktion und Schrumpfung der Haut imponieren als Hautüberschuss

Ergebnisse: Das operative Vorgehen und die kosmetischen Resultate der Therapie der Gynäkomastie mit Liposuction versus Mastektomie in unserem Patientengut werden vorgestellt. Ursachen für Folgeeingriffe und Nachkorrekturen werden diskutiert und gezeigt.

Schlussfolgerung: Die Behandlung der Gynäkomastie zeigt, dass neben der Liposuction und subkutanen Mastektomie auch zahlreiche aus der Brustchirurgie der Frau bekannte Verfahren beim Mann Anwendung finden.