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126. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie

28.04. - 01.05.2009, München

Analyse des Einflusses einer CT-basierten virtuellen 3D-Bildgebung auf die Entscheidungsfindung hinsichtlich der Therapie von Kindern mit hepatischen vaskulären Malformationen

Meeting Abstract

  • corresponding author S.W. Warmann - Abteilung Kinderchirurgie, Universitätskinderklinik Tübingen, Tübingen, Deutschland
  • L. Sieverding - Abteilung Kinderkardiologie/Päd. Radiologie, Universitätskinderklinik Tübingen, Tübingen, Deutschland
  • H.P. Haber - Abteilung Kinderkardiologie/Päd. Radiologie, Universitätskinderklinik Tübingen, Tübingen, Deutschland
  • J.F. Schäfer - Radiologische Universitätsklinik Tübingen, Tübingen, Deutschland
  • G. Seitz - Abteilung Kinderchirurgie, Universitätskinderklinik Tübingen, Tübingen, Deutschland
  • M. Hofbeck - Abteilung Kinderkardiologie/Päd. Radiologie, Universitätskinderklinik Tübingen, Tübingen, Deutschland
  • H. Bourquain - MeVis Research, Bremen, Deutschland
  • H.O. Peitgen - MeVis Research, Bremen, Deutschland
  • J. Fuchs - Abteilung Kinderchirurgie, Universitätskinderklinik Tübingen, Tübingen, Deutschland

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie. 126. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie. München, 28.04.-01.05.2009. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2009. Doc09dgch10802

DOI: 10.3205/09dgch205, URN: urn:nbn:de:0183-09dgch2054

Veröffentlicht: 23. April 2009

© 2009 Warmann et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Die Therapie-Möglichkeiten für Kinder mit hepatischen vaskulären Malformationen (HVM) umfassen interventionelle als auch chirurgische Massnahmen. Die Entscheidung für das jeweilige Verfahren ist selten standardisiert und fällt in der Regel aufgrund individueller Gegebenheiten. Wir untersuchten den Einfluss einer CT-basierten virtuellen Bildgebung auf die Behandlungs-Strategien bei Kindern mit HVM.

Material und Methoden: Wir analysierten 13 Kinder mit HVM, darunter 9 mit Pfortaderthrombose, 2 mit persistierendem venösen Ductus Arantii, 1 mit intrahepatischem porto-cavalen Shunt und 1 mit Hemangioendotheliomatose. Das mittlere Alter der Patienten bei Untersuchung betrug 68 Monate (Range 5,5–168). Im Rahmen der Diagnostik erhielten alle eine Multi-Slice Kontrastmittel-CT, gefolgt von einer virtuellen 3D-Rekonstruktion mittels der Software-Assistenten MeVis LiverAnalyzer und MeVis LiverExplorer. Der Einfluss der Bildgebung auf die Entscheidungsfindung hinsichtlich der Therapie sowie die Übereinstimmung der virtuellen Daten mit den Befunden während der OP/Intervention wurden festgehalten.

Ergebnisse: Die höchsten Übereinstimmungen wurden gefunden bei den Patienten mit intrahepatischem porto-cavalem Shunt und persistierendem Ductus venosus. Hier lieferte die Analyse Daten, die in der konventionellen Bildgebung teilweise nicht zu erheben waren. Dadurch trug die Methodik direkt zur Entscheidungsfindung hinsichtlich endovaskulärer Okklusion oder Operation bei. Bei 5 der Kinder mit portalvenöser Thrombose lieferten die 3D-Rekonstruktionen entscheidende Hinweise zur Durchführbarkeit von Shunt-Operationen. Jedoch war die Methodik unzureichend bei 4 Patienten mit Pfortader-Thrombose und dem Kind mit Hemangioendotheliomatose wegen geringer oder wegen massiv erhöhter intravasaler Flussgeschwindigkeiten.

Schlussfolgerung: Virtuelle 3-dimensionale Bildgebungsverfahren können einen wichtigen zusätzlichen Beitrag zur Entscheidungs-Findung hinsichtlich der Therapie von Kindern mit HVM leisten. Die Genauigkeit der Bildgebung, die Auflösung der Rekonstruktionen sowie das zusätzliche Mass an Information machen die untersuchte Methodik überlegen gegenüber anderen virtuellenVerfahren.