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126. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie

28.04. - 01.05.2009, München

Thorakoskopische Behandlung mediastinaler Lymphangiome

Meeting Abstract

  • corresponding author H. Giest - St. Joseph-Krankenhaus
  • L. Meyer-Junghaenel - St. Joseph-Krankenhaus
  • H. Graffstädt - St. Joseph-Krankenhaus

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie. 126. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie. München, 28.04.-01.05.2009. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2009. Doc09dgch11173

DOI: 10.3205/09dgch049, URN: urn:nbn:de:0183-09dgch0497

Veröffentlicht: 23. April 2009

© 2009 Giest et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Mediastinale Lymphangiome gehören zu den seltenen mediastinalen Tumoren im Kindesalter, die aufgrund ihres Verlaufes eine diagnostische Herausforderung sein können. Häufig, aber nicht immer sind sie assoziiert mit einer zervikalen Manifestation. Eine Beeinträchtigung der respiratorischen Funktion, die akut entstehen kann, zwingt zur Intervention. Die offene chirurgische Therapie ist aufwendig und komplikationsträchtig. Die thorakoskopische Therapie stellt einen schonenden Therapieansatz dar, der durch die Anwendung des Neodym-YAG-Lasers ergänzt wird.

Material und Methoden: Wir überschauen 6 Patienten, die einer videoassistierten thorakoskopischen Chirurgie (VATS) zugeführt wurden. Die Therapie bestand in lasergestützter Fensterung und gezielten Laserablation von Lymphangiomanteilen. Eine ergänzende Behandlung sich nach zervikal ausdehnender, großzystischer Lymphangiomzysten mit OK 432 wurde in 3 Fällen durchgeführt.

Ergebnisse: Alle Operationen verliefen komplikationsfrei. Eine präoperativ bestehende Phrenikusparese, die durch den Druck durch das Lymphangiom verursacht wurde, bildete sich nach der Reduktion des Lymphangioms zurück. Aufgrund der Ätiologie des Lymphangioms sind Rezidive möglich.

Schlussfolgerung: Der offene Zugangsweg zur Resektion eines mediastinalen Lymphangioms stellt eine risikobehaftetes Verfahren mit häufig entstehenden Komplikationen wie Pleuraergüsse und Nervenschädigungen dar. Das thorakoskopische Angehen dieser Erkrankung ist im Verein mit der Laserapplikation ein sicheres und effektives Verfahren. Die Fensterung großer Lymphangiomzysten sowie die gezielte Laserablation von kleinzystischen Anteilen kann gezielt unter der thorakoskopischen Sicht vorgenommen werden. Durch die Laseranwendung kommt es zu einer Versiegelung von Lymphspalten, die einer fortdauernden Sekretion von Lymphflüssigkeit entgegenwirkt. Auftretende Rezidive oder Neumanifestationen, die bei thorakoskopischen und offenen Verfahren auftreten können, können aufgrund der relativ geringen Verwachsungen jederzeit wieder thorakoskopisch vorgenommen werden.