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125. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie

22. - 25.04.2008, Berlin

Kompression der linken Nierenarterie und des Truncus coeliacus durch hypertrophe Crura des Zwerchfells – Fallbericht einer 19-jährigen Patientin

Meeting Abstract

  • corresponding author G. Gäbel - Klinik und Poliklinik für Viszeral-, Thorax- und Gefäßchirurgie, Universitätsklinikum Carl-Gustav Carus der TU Dresden, Deutschland
  • H. Bergert - Klinik und Poliklinik für Viszeral-, Thorax- und Gefäßchirurgie, Universitätsklinikum Carl-Gustav Carus der TU Dresden, Deutschland
  • I. Hinterseher - Klinik und Poliklinik für Viszeral-, Thorax- und Gefäßchirurgie, Universitätsklinikum Carl-Gustav Carus der TU Dresden, Deutschland
  • M. Distler - Klinik und Poliklinik für Viszeral-, Thorax- und Gefäßchirurgie, Universitätsklinikum Carl-Gustav Carus der TU Dresden, Deutschland
  • H.D. Saeger - Klinik und Poliklinik für Viszeral-, Thorax- und Gefäßchirurgie, Universitätsklinikum Carl-Gustav Carus der TU Dresden, Deutschland

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie. 125. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie. Berlin, 22.-25.04.2008. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2008. Doc08dgch9415

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/dgch2008/08dgch437.shtml

Veröffentlicht: 16. April 2008

© 2008 Gäbel et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Die Kompression des Truncus coeliacus ist ein seltenes Krankheitsbild. Noch seltener jedoch tritt es zusammen mit der Kompression einer oder beider Nierenarterien auf. Diese Patienten fallen jedoch nicht wegen der klassischen Truncus-coeliacus-Kompressionssymptomatik sondern wegen einer therapierefraktären arteriellen Hypertonie auf. Die Diagnostik dieser seltenen Pathologie ist schwierig und umfangreich. Während die Operationsindikation für das Truncus-coeliacus Kompressionssyndrom in der Literatur kontrovers diskutiert wird, ist sie für Nierenarterienstenosen durch Zwerchfellschenkel klar gegeben.

Material und Methoden: Wir demonstrieren einen Fallbericht einer 19-jährigen Patientin, die sich in unserer Klinik mit arteriellem Bluthochdruck aufgrund einer linken Nierenarterienstenose vorstellte. Bei dem Versuch der Ballondilatation zeigte sich ein sofortiges Recoil, so dass der Verdacht auf eine Kompression der linken Nierenarterie durch Zwerchfellschenkelschenkel gestellt wurde. Die anschließende Diagnostik mit CT und MR-Angiographie bestätigte diesen Verdacht. Zusätzlich zeigte sich eine inspirationsabhängige mittelgradige Stenose des Truncus coeliacus.

Ergebnisse: Die Dekompressionsoperation wurde an beiden Gefäßen erfolgreich durchgeführt.

Schlussfolgerung: Dieser Casus wird anhand von eindrucksvollen morphologischen Befunden demonstriert und mit den wenigen in der Literatur beschriebenen Fällen hinsichtlich optimaler Diagnostik und Therapie diskutiert.