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125. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie

22. - 25.04.2008, Berlin

Low Dosis Digitales Ganzkörperröntgen (Lodox) beim mehrfach verletzen Kind

Meeting Abstract

  • corresponding author D. Cholewa - Kinderchirurgie Inselspital Universität Bern
  • S. Berger - Kinderchirurgie Inselspital Universität Bern
  • R. Wolf - Kinderradiologie Inselspital Universität Bern
  • A. Exadaktylos - Notfallzentrum Inselspital Universität Bern
  • Z. Zachariou - Kinderchirurgie Inselspital Universität Bern

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie. 125. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie. Berlin, 22.-25.04.2008. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2008. Doc08dgch9636

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/dgch2008/08dgch247.shtml

Veröffentlicht: 16. April 2008

© 2008 Cholewa et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Lodox ist eine digitale Röntgenscanmaschine die in wenigen Minuten bei minimaler Strahlendosis ein Ganzkörperbild des Patienten zeigt. Wir berichten über die ersten 20 Anwendungen im Notfallzentrum Bern, das die erste Maschine dieser Art in Europa installierte.

Material und Methoden: Die Maschine gleicht einem C-Bogen an dessen einem Arm ein CCD Einheit gekoppelt ist. Unter maximaler Reduktion der Streustrahlung ist eine räumliche Auflösung von 4 Linienpaaren pro Millimeter möglich. Alle Röntgenaufnahmen werden direkt ins PACS (Picture Archiving and Communication System) übertragen. Die untersuchten Kinder waren 5-16 Jahre alt, sie hatten im Schnitt 3-4 Organverletzungen und einen ISS Score von 4-36 (mean 15.5).

Ergebnisse: Lodox wurde mit FAST und (C)CT kombiniert. Die Untersuchungszeiten betrugen 4-13 Minuten, wobei der Scan selbst in 6-13 Sekunden abgeschlossen war. Beim konventionellen Röntgen betragen die Untersuchungszeiten 20-40 Minuten. Die Strahlendosis war bei 17 Patienten geringer als beim konventionellen Röntgen. Die Gesamteintrittsdosis des Lodox betrug 5 mGy. Hätten wir nach ATLS Richtlinien konventionell geröntgt wäre ein Eintrittsdosis von 7.5 mGy erforderlich gewesen. Die Kinderchirurgen bewerteten in einem Scoring System die Anwendung um 2 Punkte besser als die Radiologen. Lodox zeigte 93 % aller Frakturen. Übersehen wurde eine nicht dislozierte Orbitabodenfraktur.

Schlussfolgerung: Lodox ist schnell und hilfreich in der „Golden Hour“ zumindest des polytraumatisierten Patienten. Es werden nahezu alle Frakturen erkannt. Die Strahlendosis wird um ein Drittel reduziert. Der Radiologe ist mit der Qualität der Aufnahmen weniger zufrieden als mit den konventionellen Röntgenbildern.