gms | German Medical Science

125. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie

22. - 25.04.2008, Berlin

Mikrochirurgische Therapie von symptomatischen sakralen Zysten

Meeting Abstract

Suche in Medline nach

  • corresponding author J. Weber - Klinik für Neurochirurgie, Unfallkrankenhaus Berlin

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie. 125. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie. Berlin, 22.-25.04.2008. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2008. Doc08dgch9484

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/dgch2008/08dgch197.shtml

Veröffentlicht: 16. April 2008

© 2008 Weber.
Dieser Artikel ist ein Open Access-Artikel und steht unter den Creative Commons Lizenzbedingungen (http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/3.0/deed.de). Er darf vervielf&aauml;ltigt, verbreitet und &oauml;ffentlich zug&aauml;nglich gemacht werden, vorausgesetzt dass Autor und Quelle genannt werden.


Gliederung

Text

Einleitung: Die klinische Beurteilung von sakralen Zysten ist kontrovers. Die Therapieempfehlungen stützen sich auf Fallbeschreibungen und kleine Fallserien und sind daher nicht gesichert. In dieser retrospektiven Studie wird die mikrochirurgische Therapie und das mehrjähriges Outcome vorgestellt.

Material und Methoden: Über einen Zeitraum von 15 Jahren wurden 19 Patienten operiert. Es erfolgte eine dorsale knöcherne Dekompression mit Teilresektion der Zyste. Folgende präoperative Diagnostik wurde vorgenommen: MRT, CT und Myelographie. Die durchschnittliche postoperative Beobachtungszeit beträgt 6,8 Jahre (von 1-15 Jahre). Das Outcome wird mit Hilfe der modifizierten Prolo-Skala erhoben (Schmerzintensität und Analgetikaeinnahme).

Ergebnisse: Mit Hilfe der modifizierten Prolo-Skala konnte ein sehr gutes (n=6), gutes (n=2) oder zufriedenstellendes (n=7) Outcome bei 79% der Patienten festgesellt werden. Bei 5 Patienten mit Blasendysfunktion besserte sich diese in vier Fällen deutlich. Es fand sich keine Korrelation von: Zystengröße, knöcherner Erosion, oder Ventilmechanismus der Zyste(verzögerte KM Aufnahme der Zyste)mit dem Outcome. Lediglich ein Patientenalter unter 50 Jahren und eine Anamnesedauer von weniger als einem Jahr korrelierten mit einem guten Outcome. Postoperativ trat kein Liquorleck oder ein neues neurologisches Defizite auf.

Schlussfolgerung: Etwa 80% der mikrochirurgisch operierten sakralen Zysten zeigen auch nach vielen Jahren eine deutliche Besserung der klinischen Symptome. Kein präoperatives bildgebendes Verfahren kann das Outcome nach operativer Therapie vorhersagen.