gms | German Medical Science

124. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie

01. - 04.05.2007, München

Ergebnisse bei der Behandlung von schweren Handverbrennungen mitder Kollagen-Elastin-Matrix Matriderm®

Meeting Abstract

  • corresponding author B. Karle - Abt. für Wiederherstellende und Plastische Chirurgie, AKH Wien, Medizinische Universität Wien, Wien, Österreich
  • W. Haslik - Abt. für Wiederherstellende und Plastische Chirurgie, AKH Wien, Medizinische Universität Wien, Wien, Österreich
  • H.B. Kitzinger - Abt. für Wiederherstellende und Plastische Chirurgie, AKH Wien, Medizinische Universität Wien, Wien, Österreich
  • T. Rath - Abt. für Wiederherstellende und Plastische Chirurgie, AKH Wien, Medizinische Universität Wien, Wien, Österreich
  • L.P. Kamolz - Abt. für Wiederherstellende und Plastische Chirurgie, AKH Wien, Medizinische Universität Wien, Wien, Österreich
  • G. Meissl - Abt. für Wiederherstellende und Plastische Chirurgie, AKH Wien, Medizinische Universität Wien, Wien, Österreich
  • M. Frey - Abt. für Wiederherstellende und Plastische Chirurgie, AKH Wien, Medizinische Universität Wien, Wien, Österreich

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie. 124. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie. München, 01.-04.05.2007. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2007. Doc07dgch6964

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/dgch2007/07dgch357.shtml

Veröffentlicht: 1. Oktober 2007

© 2007 Karle et al.
Dieser Artikel ist ein Open Access-Artikel und steht unter den Creative Commons Lizenzbedingungen (http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/3.0/deed.de). Er darf vervielf&aauml;ltigt, verbreitet und &oauml;ffentlich zug&aauml;nglich gemacht werden, vorausgesetzt dass Autor und Quelle genannt werden.


Gliederung

Text

Einleitung: Aufgrund einer deutlich verbesserten Überlebensrate von Patienten mit schweren Verbrennungen steht die verbesserte Funktion der Extremitäten und die dadurch erhöhte Lebensqualität immer mehr im Vordergrund. Hierbei stellt die Wiederherstellung einer guten Handfunktion mit einer dauerhaft mechanisch stabilen Deckung mit hoher Elastizität einen wesentlichen Bestandteil der Lebensqualität dar.

Material und Methoden: Bei bis dato 7 Patienten mit 2b° – 3° Verbrennungen der Hände wurde nach Debridement eine einzeitige Defektdeckung mit dem Dermisersatz Matriderm® und Spalthaut-Transplantation durchgeführt. Matriderm® besteht aus einer 1mm dicken, resorbierbaren Matrix aus Kollagen und Elastin, auf der die Spalthaut primär transplantiert werden kann. Nach einem durchschnittlichen follow-up von einem Jahr wurden die Anheilungsrate des Matriderm®-Spalthaut-Komplexes sowie die funktionellen und kosmetischen Ergebnisse evaluiert.

Ergebnisse: Bei allen Patienten kam es zu einem kompletten Einheilen der Spalthaut auf dem aufgebrachten Matriderm®. Alle Patienten wiesen ein sehr guteskosmetisches und funktionelles Ergebnis auf. Bei keinem Patienten warenSekundärkorrekturen erforderlich. Lokale oder systemische Reaktionen traten im Beobachtungszeitraum nicht auf.

Schlussfolgerung: Die einzeitige Defektdeckung mit Matriderm® und Spalthaut bei Patienten mit tiefgradigen Verbrennungen der Hand zeigt gute funktionelle und kosmetische Ergebnisse nach einem Beobachtungszeitraum von einem Jahr. Weitere randomisierte Studien mit größeren Patientenzahlen sind notwendig, um unsere ersten Ergebnisse zu bestätigen.