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124. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie

01. - 04.05.2007, München

Therapiestrategien bei intrahepatischer Cholelithiasis nach Hepatico-Jejunostomie bei Choledochuszyste Typ IV

Meeting Abstract

  • corresponding author H. J. Kirschner - Abteilung für Kinderchirurgie, Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, Universitätsklinikum Tübingen, Tübingen, Deutschland
  • K. Schellinger - Abteilung für Kinderchirurgie, Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, Universitätsklinikum Tübingen, Tübingen, Deutschland
  • S. Lahme - Abteilung Urologie, Krankenhaus St. Trudpert, Pforzheim, Deutschland
  • J. Schäfer - Abteilung für Radiologische Diagnostik, Radiologische Universitätsklinik, Tübingen, Deutschland
  • J. Fuchs - Abteilung für Kinderchirurgie, Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, Universitätsklinikum Tübingen, Tübingen, Deutschland

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie. 124. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie. München, 01.-04.05.2007. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2007. Doc07dgch7139

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/dgch2007/07dgch352.shtml

Veröffentlicht: 1. Oktober 2007

© 2007 Kirschner et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Anhand von zwei Fallberichten aus dem eigenen Patientengut und anhand der Literatur werden Behandlungsstrategien der intrahepatischen Cholelithiasis bei Erweiterung der intrahepatischen Gallenwege dargestellt und diskutiert.

Material und Methoden: Bei zwei Patienten (zum Zeitpunkt der Intervention wegen intrahepatischer Cholelithiasis 11 Jahre alt) war im Alter von 4 Jahren respektive 1 Monat die Resektion einer Choledochuszyste (Typ IV nach Todani) mit Hepatico-Jejunostomie durchgeführt worden.Nach mehreren Jahren problemlosem Verlauf trat bei beiden Patienten eine symptomatische intrahepatische Cholelithiasis bei Erweiterung der intrahepatischen Gallenwege auf.

Ergebnisse: Bei Patient 1 mit segmentaler intrahepatischer Erweiterung der Gallenwege (Segment 2/3) und mehr als 2 cm großem Konkrement wurde eine offene Steinextraktion mit Erweiterung der Roux-en-Y Ableitung auf die erweiterten Gallenwege durchgeführt.Die intrahepatischen Gallenwege bei Patient 2 waren diffus (mit Betonung des Segments 2 und 3) dilatiert. Drei Konkremente in der Größe zwischen 1 und 2 cm waren am Übergang Segment 2/3 nachweisbar. Nach frustraner radiologischer Intervention wurde bei dieser Patientin eine Perkutane-Transhepatische Cholangioskopie mit Bergung der Konkremente und anschließender T-Drain Einlage durchgeführt.Der weitere Verlauf bei beiden Patienten war ohne Auffälligkeiten.

Schlussfolgerung: Neben der in der Literatur empfohlenen Behandlungsstrategien, darunter die radiologische Intervention mittels perkutaner transhepatischer Cholangiodrainage und der Leberteilresektion, bieten die bei den beiden Patienten durchgeführten Operationtechniken eine weitere Möglichkeit der Behandlung der intrahepatischen Cholelithiasis nach vorangegangener Hepatico-Jejunostomie und Erweiterung der intrahepatischen Gallenwege.