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124. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie

01. - 04.05.2007, München

Die Operationsplanung solider abdomineller Tumore im Kindesalter – eine Analyse des Bedarfs und der Akzeptanz computer-unterstützter 3D-Visualisierung

Meeting Abstract

  • corresponding author P. Günther - Kinderchirurgie der Universität Heidelberg, Heidelberg, Deutschland
  • M. Göppl - Kinderchirurgie der Universität Heidelberg, Heidelberg, Deutschland
  • J. Tröger - Pädiatrische Radiologie der Universität Heidelberg, Heidelberg, Deutschland
  • S. Holland-Cunz - Kinderchirurgie der Universität Tübingen; Tübingen, Deutschland
  • K.-L. Waag - Kinderchirurgie der Universität Heidelberg, Heidelberg, Deutschland
  • J.P. Schenk - Pädiatrische Radiologie der Universität Heidelberg, Heidelberg, Deutschland

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie. 124. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie. München, 01.-04.05.2007. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2007. Doc07dgch7075

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/dgch2007/07dgch299.shtml

Veröffentlicht: 1. Oktober 2007

© 2007 Günther et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Bei den soliden abdominellen Tumoren werden in den kinderchirurgischen Zentren der Ablauf der Operationsplanung, die Verwendung bildgebender Verfahren, sowie der Einsatz computerunterstützter 3D-Visualisierung unterschiedlich durchgeführt. Mittels einer multizentrischen Umfrage wurde die derzeit übliche Operationsplanung und die Akzeptanz der 3D-Visualisierung evaluiert.

Material und Methoden: Insgesamt wurden Fragebögen an 100 kinderchirurgische Abteilungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz verschickt. Die Fragen bezogen sich auf die derzeit kliniksspezifisch durchgeführte OP-Planung, den Einsatz und die Akzeptanz von computerunterstützten Methoden.

Ergebnisse: Auf 100 verschickte Fragebögen erhielten wir in 39 Fällen eine Antwort. 35 dieser Kliniken führen davon Operationen bei soliden abdominellen Tumoren durch. Als wichtigster Aspekt der OP-Planung wird in 94 Prozent die Darstellung des Abstandes des Tumors zu den umliegenden Gefäßen gesehen. Nur 57 Prozent der Befragten finden dies durch die herkömmliche Bildgebung gut beantwortet. In unserer Erhebung wurden in 20 der 35 Kliniken 3D-Programme verwendet. 88 Prozent der antwortenden Kliniken erwarten einen Vorteil in der Operationsplanung durch eine 3D-Visualisierung.

Schlussfolgerung: Die Akzeptanz von 3D-Verfahren in der OP-Planung für das Kindesalter ist anhand unserer Auswertung zu erkennen. Die klinische Anwendung der 3D-OP-Planung ist für den Operateur dabei häufig noch nicht zufriedenstellend gelöst und benötigt Weiterentwicklungen, um einen regelmäßigen Einsatz und eine umfassende Anwendung zu ermöglichen. Standardisierte Vorgaben in der Diagnostik und OP-Planung sollen helfen, die Behandlung von Kindern mit abdominellen Tumoren zu optimieren.