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124. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie

01. - 04.05.2007, München

Regulation der Fibroblastenwachstumsfaktorenrezeptor-1 III-mRNA-Splicevarianten in Pankreaskarzinomzellen

Meeting Abstract

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  • G. Chen - Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Transplantationschirurgie, Universität Ulm, Ulm, Deutschland
  • D. Henne-Bruns - Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Transplantationschirurgie, Universität Ulm, Ulm, Deutschland
  • corresponding author M. Kornmann - Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Transplantationschirurgie, Universität Ulm, Ulm, Deutschland

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie. 124. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie. München, 01.-04.05.2007. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2007. Doc07dgch7628

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/dgch2007/07dgch243.shtml

Veröffentlicht: 1. Oktober 2007

© 2007 Chen et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Fibroblastenwachstumsfaktoren (FGFs) sind mitogene Polypeptide, die ihre Signale über transmembranäre FGF-Rezeptoren (FGFRs) an Zellen vermitteln. Durch Änderung des Expressionsprofils von FGFRs können die Wirkungen von FGFs auf die Zielzelle stark verändert werden. In Vorarbeiten wurden die Eigenschaften der Ig-Domäne-III-mRNA-Splicevarianten des FGFR1 (FGFR1-IIIb und FGFR1-IIIc) in Bezug auf die maligne Transformation von duktalen Pankreaszellen charakterisiert. Hierbei zeigte sich, dass die Expression von FGFR1-IIIc zur malignen Transformation von kultivierten duktalen Pankreaszellen führt und das von kultivierten Pankreaskarzinomzellen verstärkt. Im Gegensatz führt die Überexpression von FGFR1-IIIb zur Hemmung des Transformationspotentials von kultivierten Pankreaskarzinomzellen. Über die Regulation der Expression in Pankreaskarzinomzellen ist bisher nichts bekannt. Ziel: In diesem Projekt wurde die Expression und Regulation der humanen FGFR1-IIIb und –IIIc-mRNA-Splicevarianten in kultivierten Pankreaskarzinomen untersucht.

Material und Methoden: Die Expression des FGFR1 wurde mittels Immunoblot- und Northernblotanalysen sowie die der spezifischen Splicevarianten mittels RT-PCR in Abhängigkeit der Zelldichte sowie Stimulation durch Wachstumsfaktoren untersucht.

Ergebnisse: Kultivierte Pankreaskarzinomzellen (ASPC-1, BxPC-3, COLO-357, MIA PaCa-2, PANC-1, T3M4) weisen eine Koexpression beider Varianten auf, wobei in allen Zelllinien die Expression von FGFR1-IIIc überwiegt. Lediglich CAPAN-1 zeigten nur eine sehr schwache Expression von FGFR1-IIIc in der RT-PCR-Analyse. Bei hoher Zelldichte bleibt die FGFR1-IIIc-Expression konstant, während die FGFR1-IIIb-Expression herunterreguliert wird. Die Inkubation von MIA PaCa-2- und PANC-1-Zellen mit EGF, IGF-I oder FGF-2 führt zu einer starken Induktion der FGFR1-IIIc-Expression. Die FGFR1-IIIb-Expression wird durch EGF und IGF-I nicht reguliert. Im Gegensatz zu diesen Wachstumsfaktoren und im Gegensatz zum Effekt auf FGFR1-IIIc führt FGF-2 zu einer deutlichen Senkung der FGFR1-IIIb-Expression in beiden Zelllinien. Gleiche Effekte wurden durch FGF-5 beobachtet.

Schlussfolgerung: Neben der Bedeutung als wichtiger Faktor für Steigerung der direkten Zellproliferation und Neuangiogenese kann FGF-2 zusätzlich die Expression von FGFR1-IIIc erhöhen und von FGFR1-IIIb reduzieren und somit die Ausbildung des malignen Phänotyps steigern.