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124. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie

01. - 04.05.2007, München

Leistenhernienchirurgie

Meeting Abstract

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  • T. Engelhardt - Klinik f. Allgemein- und Viszeralchirurgie, HELIOS Klinikum Erfurt
  • corresponding author B. Böhm - Klinik f. Allgemein- und Viszeralchirurgie, HELIOS Klinikum Erfurt

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie. 124. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie. München, 01.-04.05.2007. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2007. Doc07dgch6660

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/dgch2007/07dgch164.shtml

Veröffentlicht: 1. Oktober 2007

© 2007 Engelhardt et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Die Leitlinien verschiedener Länder empfehlen unterschiedliche Operationsverfahren zur operativen Versorgung der Leistenhernie. Es gibt wenig aktuelle Daten, wie gegenwärtig die Hernie versorgt wird, weil es keine externe Qualitätssicherung mehr gibt.

Material und Methoden: In die Studie wurden alle Patienten aufgenommen, die in einem der 25 HELIOS Kliniken wegen einer inguinalen Hernie 2004 oder 2005 stationär operiert wurden. Folgende administrativen Daten wurden ausgewertet: Alter, Geschlecht, Erkrankungen, Operationen, Dauer der Operation und des Krankenhausaufenthaltes, Komplikationen, Sterblichkeit. Die Daten wurden uni- und multivariat (logistische Regression, lineare Modelle) mit SAS ausgewertet.

Ergebnisse: Die 7104 Patienten hatten ein Alter von von 58 (16) Jahren. Die meisten waren Männer (89.9 %). Beidseitige Hernien wurden bei 15.3 % repariert. Die bevorzugte Operationstechnik war die laparoskopische Netzimplantation mit 57.6 %. Nur 16.5 % aller Hernien wurden durch Naht und 26.0% durch offene Netzimplantation verschlossen (Tabelle 1[Tab. 1] ). Rezidivhernien wurden in 12.4% der Fälle versorgt, wobei sich die Operationsmethode kaum von der bei primären Hernien unterschied. Die Operations- und Verweildauer war primär vom Krankenhaus und nicht von der Operationsmethode abhängig. Komplikationen traten bei 245 Patienten (3.5 %) auf, wobei Nachblutungen (n=124) am häufigsten waren. 4 Patienten (0,06 %) verstarben postoperativ.

Schlussfolgerung: Die tatsächliche Versorgung der stationär operierten Patienten unterscheidet sich durchaus von den allgemeinen Empfehlungen der chirurgischen Gesellschaften. Rezidive werden immer noch häufig operiert, wobei Rezidive bei Frauen genauso häufig sind wie bei Männern. Abbildung 1 [Abb. 1].