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123. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie

02. bis 05.05.2006, Berlin

Konzentrationssteigerung nach einseitigen Lungen-Chemoembolisation mit Carboplatin und degradierbaren Stärkemikrospheren am Rattenmodell mit Lungenmetastasen

Meeting Abstract

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  • corresponding author U. Pohlen - Chirurgische Klinik I, Charité Campus Benjamin Franklin Universitätsmedizin Berlin, Berlin, Deutschland
  • H. Rieger - Chirurgische Klinik I, Charité Campus Benjamin Franklin Universitätsmedizin Berlin, Berlin, Deutschland
  • P. Schneider - Chirurgische Klinik I, Charité Campus Benjamin Franklin Universitätsmedizin Berlin, Berlin, Deutschland
  • H.J. Buhr - Chirurgische Klinik I, Charité Campus Benjamin Franklin Universitätsmedizin Berlin, Berlin, Deutschland

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie. 123. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie. Berlin, 02.-05.05.2006. Düsseldorf, Köln: German Medical Science; 2006. Doc06dgch4551

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/dgch2006/06dgch711.shtml

Veröffentlicht: 2. Mai 2006

© 2006 Pohlen et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Nur 30% der Lungenmetastasen sind kurativ resektabel. Eine neue Möglichkeit der Therapie stellt die einseitige Chemoembolisation der Lunge dar.Eine Konzentrationssteigerung kann durch Flussreduzierung mit degradierbaren Stärkemikrospheren (DSM) erreicht werden. Ziel der Arbeit war, Konzentrationen von Carboplatin mittels der Atomabsobtionsspektroskopie (AAS) in Herz, Lunge, und Lungentumor zu messen.

Material und Methoden: 120 männlichen WAG/RIJ-Ratten wurden ein CC 531 Adenokarzinoms in Intubationsnarkose subpleural in den rechten Lungenoberlappen implantiert. Bei einer Tumorgröße >1 cm nach 7 Tagen wurden die Tiere in 3 Gruppen randomisiert und entweder i.v. über die Schwanzvene, i.a oder i.a.+DSM über die rechte A. pulmonaris therapiert. Bei der i.a. –Therapie wurden die Tiere linksseitig rethorakotomiert, unter dem OP-Mikroskop die Pulmonalarterie kanuliert und je nach Gruppenzugehörigkeit therapiert. Die Inzision der Pulmonalarterie wurde dann mit 9-0-Prolene verschlossen. Nach 15, 30, und 60 und 120 Minuten nach i.a-bzw. i.v. Therapie wurden die Tiere euthanasiert und die Konzentration von Platin mittels flammenlosen Massenspektrometer bestimmt. Die Angabe der Konzentration erfolgte unter Berechnung der Konzentrations-Zeitkurve, area under the curve (AUC 60-120 min) Gruppe 1: 50 mg Carboplatin i.v. (n=40), Gruppe 2 : 50 mg Carboplatin i.a. (n=40), Gruppe 3: 50 mg Carboplatin +DSM i.a. (n=40)

Ergebnisse: Mittelwerte + Standardabweichung

Tabelle 1 [Tab. 1].

Schlussfolgerung: Tumorkonzentration wird durch i.a.-Applikation um das 5-fache und nach i.a.-Applikation in Kombination mit DSM um das 46-Fach im Vergleich zur i.v.-Applikation gesteigert. Im gesunden Lungenparenchym wird die Konzentration bei i.a.-Gabe 2-fach und nach i.a.+DSM um das 8-fache gesteigert. Im Myocard kommmt es zu einer 5-fachen Konzentrationssteigerung bei i.a-Gabe als auch bei i.a.+DSM-Gabe. Diese Konzentrationssteigerung im Tumor müsste mit einem Tumorregress einhergehen.