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123. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie

02. bis 05.05.2006, Berlin

Die Primärversorgung und plastisch-chirurgische Rekonstruktion von Gesichtsverbrennungen

Meeting Abstract

  • corresponding author D. Druecke - Universitätsklinik für Plastische Chirurgie der Ruhr-Universität Bochum (BG-Kliniken Bergmannsheil), Bochum, Deutschland
  • A. Daigeler - Universitätsklinik für Plastische Chirurgie der Ruhr-Universität Bochum (BG-Kliniken Bergmannsheil), Bochum, Deutschland
  • J. Hauser - Universitätsklinik für Plastische Chirurgie der Ruhr-Universität Bochum (BG-Kliniken Bergmannsheil), Bochum, Deutschland
  • H.U. Steinau - Universitätsklinik für Plastische Chirurgie der Ruhr-Universität Bochum (BG-Kliniken Bergmannsheil), Bochum, Deutschland
  • M. Lehnhardt - Universitätsklinik für Plastische Chirurgie der Ruhr-Universität Bochum (BG-Kliniken Bergmannsheil), Bochum, Deutschland

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie. 123. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie. Berlin, 02.-05.05.2006. Düsseldorf, Köln: German Medical Science; 2006. Doc06dgch5024

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/dgch2006/06dgch476.shtml

Veröffentlicht: 2. Mai 2006

© 2006 Druecke et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Tiefdermale Gesichtsverbrennungen beim Kind stellen sowohl in der Indikationsstellung zur primären operativen Therapie als auch bei der Rekonstruktion der Verbrennungsfolgen eine schwierige Aufgabe dar. Der Zeitpunkt und die Art der Nekrektomie und des rekonstruierenden Eingriffs müssen hierbei kritisch betrachtet und entschieden werden. Die gängigen Methoden und eigene Erfahrungen hierbei werden ausführlich dargestellt und diskutiert.

Material und Methoden: In unserer Klinik wurden in dem Zeitraum von 1992-2002 365 Kinder primär plastisch-chirurgisch bei Verbrennungen versorgt und im gleichen Zeitraum 179 Kinder rekonstruiert, wobei in 39% der Fälle aufwendige rekonstruierende Eingriffe im Gesichtbereich erforderlich wurden.

Ergebnisse: An exemplarischen Fällen aus dem eigenen Patientengut werden die primär versorgenden Verfahren und die Möglichkeiten der wiederherstellenden plastischen Chirurgie im Gesichtsbereich ausführlich dargestellt und im Spiegel der Literatur diskutiert.

Schlussfolgerung: Im Gegensatz zur primären Versorgung von tiefdermalen Verbrennungsverletzungen des Gesichtes beim Erwachsenen wird beim Kind aufgrund der besseren Regenerationsfähigkeit des Gewebes mit der Nekrektomie länger abgewartet. Deswegen wird hier auch der Dermabrasion häufiger der Vorzug gegeben als der tangentialen Nekrektomie. Bei den rekonstruierenden Eingriffen muss zwischen der Notwendigkeit der Korrektur hypertropher Narben und Kelloiden und dem Ersatz z.B. von Augenlidern, der Nase und des Lippenrotes unterschieden werden. In der Regel sind Z- und W-Plastiken und Vollhauttransplantationen ausreichend. Nur in speziellen Fällen werden bei allschichtigen Gewebeverlusten freie Lappenplastiken erforderlich. Beim Nasenverlust kommt immer noch regelhaft der Stirnlappen zum Einsatz, wenn die Heberegion unverletzt ist. Andernfalls ist es notwendig präformierte Unterarmlappenplastiken mikrochirurgisch zu transplantieren.