gms | German Medical Science

123. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie

02. bis 05.05.2006, Berlin

Telematisch unterstützte Minimal Invasive Chirurgie. Ergebnisse einer prospektiven Evaluationsstudie

Meeting Abstract

  • corresponding author C.A. Jacobi - Chirurgische Universitätsklinik Charité, Campus Mitte, Berlin
  • C. Braumann - Chirurgische Universitätsklinik Charité, Campus Mitte, Berlin
  • J. Rückert - Chirurgische Universitätsklinik Charité, Campus Mitte, Berlin
  • J.M. Müller - Chirurgische Universitätsklinik Charité, Campus Mitte, Berlin

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie. 123. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie. Berlin, 02.-05.05.2006. Düsseldorf, Köln: German Medical Science; 2006. Doc06dgch4540

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/dgch2006/06dgch471.shtml

Veröffentlicht: 2. Mai 2006

© 2006 Jacobi et al.
Dieser Artikel ist ein Open Access-Artikel und steht unter den Creative Commons Lizenzbedingungen (http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/3.0/deed.de). Er darf vervielf&aauml;ltigt, verbreitet und &oauml;ffentlich zug&aauml;nglich gemacht werden, vorausgesetzt dass Autor und Quelle genannt werden.


Gliederung

Text

Einleitung: Die telematisch unterstützte Chirurgie ist der erste Ansatz, ergonomische Vorteile der konventionellen minimal invasiven Chirurgie, mit neuen Instrumenten, 3D-virtueller Darstellung, hoher Bewegungsfreiheit der Instrumentenenden und einer rechnerunterstützten Technik zu verbinden. Die Indikationstellungen für die telematisch unterstützte Minimal Invasive Chirurgie wurden seit ihrer Einführung 1997 stetig erweitert ohne hierbei allerdings eine standardisierte Evaluation vorzunehmen. In einer prospektiven Evaluationsstudie wurden deshalb unterschiedliche Operationen mit einem dreiarmigen Da Vinci Teleroboter hinsichtlich unterschiedlicher Faktoren analysiert.

Material und Methoden: Seit Oktober 2002 wurden insgesamt 206 viszerale und thorakale Operationen mit dem Da Vinci-System prospektiv erfasst und analysiert. Die Operationen sind von 3 Operateuren durchgeführt worden. Die Operationsstandards entsprechen denen der traditionellen Minimal Invasiven Chirurgie. Hauptzielkriterien waren Aufbau-, Operationszeit, verwendete Trokare und Instrumente,Konversionen zur konventionellen minimal invasiven Chirurgie sowie Evaluation der Vor- und Nachteile dieser Operationsmethode.

Ergebnisse: Insgesamt konnten 206 Operationen im Bereich der Abdominal- und Thoraxchirurgie durchgeführt und analysiert werden.Obwohl sich bei der Thymektomie und der Fundoplikatio bzw. beim Upside-down Magen deutliche Vorteile ergaben, waren andere Eingriffe nur bedingt mit dem DaVinci-System durchzuführen. Die Ergebnisse bei den einzelnen Operationen sind der Graphik zu entnehmen.

Schlussfolgerung: Die Vorteile des Da Vinci Systems sind eine dreidimensionale Visualisierung, ein bis zu 12-facher Lupeneffekt, 7 Freiheitsgrade der Instrumente, eine Bewegungsfiltration und ergonomisches Handling. Beim Präparieren auf engstem Raum, z.B. im gesamten Mediastinum, bietet das System klare Vorteile gegenüber der herkömmlichen MIC. Ein Wechsel des Operationsfeldes (z.B. Sigmaresektion und Mobilisierung der linken Flexur) ist mit dem Da Vinci aufgrund der sich behindernden Arme des Systems kaum möglich. Kritisch sind auch die Kosten zu bewerten. Die Aufbau- und Operationszeiten zeigten keinen Nachteil gegenüber anderen Operationsmethoden.

Tabelle 1 [Tab. 1].