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123. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie

02. bis 05.05.2006, Berlin

Facharzt erst mit 40? Teil 2: Karriereplanung aus Sicht des Chirurgieanwärters

Meeting Abstract

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Deutsche Gesellschaft für Chirurgie. 123. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie. Berlin, 02.-05.05.2006. Düsseldorf, Köln: German Medical Science; 2006. Doc06dgch5179

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/dgch2006/06dgch440.shtml

Veröffentlicht: 2. Mai 2006

© 2006 Muff.
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Gliederung

Text

Einleitung: Faszination, Fleiss und Flexibilität gepaart mit manuellem Geschick und selbstkritischem Verhalten sind die wesentlichen Eigenschaften, die ein Chirurgieanwärter haben muss. Noch vor 10 Jahren reichte es, wenn die jungen Kollegen neben den oben erwähnten Eigenschaften viel Zeit in ihre Weiterbildung steckten. Sie konnten durch eine grössere Verfügbarkeit die Weiterbildungszeit reduzieren.

Material und Methoden: Seit Januar 2005 gilt die 50 Std. Woche für alle Assistenzärzte in der Schweiz. Wer zusätzlich operiert oder freiwillig Kollegen Dienste abnimmt, macht sich strafbar. Müssen deshalb unsere Assistenzärzte illegal handeln oder gibt es andere Möglichkeiten, wie die Weiterbildung optimiert werden kann? Die Weiterbildungsordnung der Schweizer Ärztegesellschaft gibt eine strukturierte Weiterbildung vor.

Ergebnisse: Durch die neuen restriktiven Arbeitszeitbedingungen ist es zusätzlich notwendig geworden schon früh, am besten schon während des Studiums mit der Laufbahnplanung zu beginnen. Damit stellen sich Fragen bezüglich des Lebensentwurfes, der Familienplanung und der Hobbys. Der Chirurgieanwärter muss sich entscheiden, ob er eine akademische Karriere anstreben und in welchem Land er den Facharzttitel erlangen will. Nach Beantwortung dieser Fragen muss er sich über die jeweiligen Bedingungen informieren. Erst dann ist eine konkrete Planung möglich. Diese muss sorgfältig durchgeführt werden und die Hilfe einer Mentorin, wie sie z.B. die Vereinigung der Schweizer Ärztinnen anbietet, ist von unschätzbarem Wert.

Schlussfolgerung: Nur durch gemeinsame Anstrengungen von Seiten der Klinikleitung und des Chirurgieanwärters wird es in Zukunft möglich sein, einen operativen Facharzttitel innerhalb vertretbarer Zeit erlangen zu können.