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123. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie

02. bis 05.05.2006, Berlin

Die Behandlung bronchialer Anastomosenprobleme nach Lungentransplantation

Meeting Abstract

  • corresponding author T. Strauss - Chirurgische Klinik und Poliklinik Großhadern der Universität München
  • F. Spelsberg - Chirurgische Klinik und Poliklinik Großhadern der Universität München
  • P. Überfuhr - Herzchirurgische Klinik der Universität München
  • B. Reichart - Herzchirurgische Klinik der Universität München
  • J. Behr - Medizinische Klinik I der Universität München
  • R. Hatz - Chirurgische Klinik und Poliklinik Großhadern der Universität München
  • Munich Lung Transplant Group

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie. 123. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie. Berlin, 02.-05.05.2006. Düsseldorf, Köln: German Medical Science; 2006. Doc06dgch5785

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/dgch2006/06dgch428.shtml

Veröffentlicht: 2. Mai 2006

© 2006 Strauss et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Patienten nach Lungentransplantation sind aufgrund der Immunsuppression und ihrer häufig katabolen Stoffwechsellage gefährdet Heilungsstörungen an der bronchialen Anastomose zu entwickeln. Die von Januar 2000 bis Juli 2005 am Lungentransplantationszentrum München –Großhadern transplantierten 135 Patienten (62 Männer, 73 Frauen) wurden im Verlauf dokumentiert und die bronchialen Komplikationen ausgewertet. Die Indikationen verteilten sich auf die Hauptgruppen Fibrose (39%), Emphysem (31%) und cystische Fibrose (11%). Es starben im Beobachtungszeitraum 19 Patienten.

Material und Methoden: Bei 25% der Patienten konnte im postoperativen Verlauf eine behandlungsbedürftige Veränderung der Anastomose beobachtet werden. Ein geschlechtsabhängiger Unterschied bei den Anastomosenproblemen konnte nicht nachgewiesen werden, ebenso wenig signifikant war die Indikation zur Transplantation, die Anzahl und Ausprägung akuter Abstoßungen. Signifikant für die Entwicklung von Anastomosenproblemen waren der Dringlichkeitsstatus vor Transplantation, die Dauer einer extrakorporalen Zirkulation und eine apparativ behandlungspflichtige Niereninsuffizienz (jeweils p<0,05).

Ergebnisse: Die Behandlung der Anastomosenprobleme beinhaltet außer regelmäßiger bronchoskopischer Inspektion die operative Revision (2 Patienten) der Anastomose bei Insuffizienz, die Platzierung von Stents über die Anastomose zu verschiedenen Zeitpunkten nach der Transplantation, die Laserung von Stenosen im Verlauf, die Inzision mit HF-Strom, die APC und die Endobrachytherapie.

Schlussfolgerung: Die Erkennung und Behandlung bronchialer Anastomosenprobleme nach Lungentransplantation ist ein wesentlicher Teil der postoperativen Versorgung und gehört zum Spektrum aller transplantierenden Zentren.