gms | German Medical Science

123. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie

02. bis 05.05.2006, Berlin

Thorakoskopische Blutstillung bei postoperativer Blutung nach offener Lobektomie

Meeting Abstract

Suche in Medline nach

  • corresponding author A. Kirschbaum - Thoraxchirurgie, Klinik Schillerhöhe, Gerlingen
  • G. Friedel - Thoraxchirurgie, Klinik Schillerhöhe, Gerlingen
  • H. Toomes - Thoraxchirurgie, Klinik Schillerhöhe, Gerlingen

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie. 123. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie. Berlin, 02.-05.05.2006. Düsseldorf, Köln: German Medical Science; 2006. Doc06dgch5627

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/dgch2006/06dgch427.shtml

Veröffentlicht: 2. Mai 2006

© 2006 Kirschbaum et al.
Dieser Artikel ist ein Open Access-Artikel und steht unter den Creative Commons Lizenzbedingungen (http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/3.0/deed.de). Er darf vervielf&aauml;ltigt, verbreitet und &oauml;ffentlich zug&aauml;nglich gemacht werden, vorausgesetzt dass Autor und Quelle genannt werden.


Gliederung

Text

Einleitung: In seltenen Fällen kommt es zu einer relevanten revisionsbedürftigen postoperativen Nachlutung bei offener Lobektomie. In einer solchen Situation führen wir eine Thorakoskopie mit dem Ziel der Blutstillung durch. Unser eigenes klinisches Material wurde hinsichtlich der Effektivität dieser Massnahme analysiert.

Material und Methoden: In den Jahren 2003 - 2005 erfolgte bei 16 Patienten (15 Männer, 1Frau; mittleres Alter 62 Jahre) nach offener Lobektomie (8mal(50%) Oberlappenektomie rechts, 1mal Mittellappenektomie, 4mal Oberlappenektomie links und 3 mal Unterlappenektomie links ) wegen eines Bronchialkarzinomes aufgrund einer relevanten Nachblutung eine Thorakoskopie. Durchschnittlich wurden bis zur Revision 5 Konserven transfundiert.Die thorakoskopische Blutstillung erfolgte durch Elektrokoagulation.

Ergebnisse: Alle Thorakoskopien wuden noch am selben Tag nach dem Ersteingriff durchgeführt. Als Blutungsursache lagen 8mal eine Blutung aus Intercostalarterien,4 mal aus einer Bronchialarterien und 4mal aus Lymphknotengefässen vor. In 2 Fällen musste aufgrund eines persistierenden Blutverlustes eine erneute Thorakoskopie im weiteren Verlauf ausgeführt werden. Eine Rethorakotomie war in keinem Falle notwendig.

Schlussfolgerung: Kommt es nach einer offenen Lobektomie zu einer revisionsbedürftigen Nachblutung, so stellt die thorakoskopische Blutstillung eine effektive Behandlungsmöglichkeit dar. Eine Rethorakotomie ist dadurch vermeidbar.