gms | German Medical Science

123. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie

02. bis 05.05.2006, Berlin

Lösungsmöglichkeiten nach Problemen mit unikondylären Endoprothesen. Eine Analyse von 176 Revisionen

Meeting Abstract

Suche in Medline nach

  • corresponding author M. Tinius - Chirurgische Klinik I, Universität Leipzig AöR, Klinik und Poliklinik für Unfall- ,Wiederherstellungs- und Plastische Chirurgie, Leipzig, Deutschland
  • S. Klima - Chirurgische Klinik I, Universität Leipzig AöR, Klinik und Poliklinik für Unfall- ,Wiederherstellungs- und Plastische Chirurgie, Leipzig, Deutschland
  • W. Tinius - Praxisklinik für Gelenkchirurgie - Stollberg, Stollberg, Deutschland
  • C. Josten - Chirurgische Klinik I, Universität Leipzig AöR, Klinik und Poliklinik für Unfall- ,Wiederherstellungs- und Plastische Chirurgie, Leipzig, Deutschland

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie. 123. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie. Berlin, 02.-05.05.2006. Düsseldorf, Köln: German Medical Science; 2006. Doc06dgch4609

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/dgch2006/06dgch365.shtml

Veröffentlicht: 2. Mai 2006

© 2006 Tinius et al.
Dieser Artikel ist ein Open Access-Artikel und steht unter den Creative Commons Lizenzbedingungen (http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/3.0/deed.de). Er darf vervielf&aauml;ltigt, verbreitet und &oauml;ffentlich zug&aauml;nglich gemacht werden, vorausgesetzt dass Autor und Quelle genannt werden.


Gliederung

Text

Einleitung: Die Philosophie der Monoschlitten beruht unter anderem auf geringerer Traumatisierung des Gewebes bei sehr guten Bewegungsausmaßen, sowie einer schnellen Rehabilitation. Auch in der Revisionschirurgie zeigen sich Vorteile, wenn es gelingt dieses System zu erhalten. Wir haben 176 Revisionen nach unikompartimentären Ersatz am Kniegelenk mit dem Knee Society Score präoperativ und in einem follow-up von 42 Monaten (10-98) analysiert. Die durchgeführten Lösungsprozeduren waren bei korrekter Pathologieadressierung auf den Erhalt der UEP focussiert. Bei einem Endscore von 162,4 (128,8-167,4) konnte in 73,3 % aller 176 Revisionen das UEP-System beibehalten werden. Die ermittelten Scorewerte entsprechen dem Outcome von Konversionsoperationen zur Totalendoprothese bzw. übersteigen diese noch. Individuellen Lösungen mit dem Ziel das UEP System unter Revisionbedingungen zu erhalten, erscheinen sinvoll.

Material und Methoden: Von 1997 bis 2005 versorgten wir 176 Komplikationen nach unicondylären Endoprothesen (UEP) bei 166 Patienten. Das Durchschnittsalter beim Auftreten des Problems betrug 63 Jahre (43-83). 110 Patienten rekrutierten sich aus dem eigenen Patientengut, 56 wurden uns nach UEP von extern vorgestellt. Zum Zeitpunkt des Auftretens des Problems erfolgte die Einordnung in den Knee Society Score (KSS). Die einzelnen Komplikationen wurden mit dem Ziel, bei korrekter Pathologieadressierung im UEP System zu verbleiben, kategorieorientierten Lösungsprozeduren unterzogen. Im Follow-up von 42 Monaten (10-98) konnte eine erneute Einstufung in den KSS vorgenommen werden. Die Scorwerte wurden prä- und postoperativ mit dem Wilcoxen Test auf signifikante Unterschiede geprüft (p<0,05).

Ergebnisse: Der gemittelte KSS ergab mit 94,9 (21,6-114,5) bei Auftreten der Komplikation und 162,4 (128,8-167,4) im follow up signifikante Unterschiede an. Hierbei zeigte sich über alle 176 Komplikationen in 26,7 % (n=47) die Notwendigkeit einer TEP Implantation. In 129 Fällen (73,3 %) konnte innerhalb des UEP Moduls verblieben werden. Die follow up Ergebnisse entsprechen den Literaturangaben bei regulären Nachuntersuchungen nach unicondylären bzw. bicondylären Endoprothesen, so dass die Erhaltung des unicondylären Systemes durch individuelle Strategien unter Revisionsbedingungen als effektive Lösung anzusehen ist.

Schlussfolgerung: Die follow up Ergebnisse entsprechen den Literaturangaben bei regulären Nachuntersuchungen nach unicondylären bzw. bicondylären Endoprothesen, so dass die Erhaltung des unicondylären Systemes durch individuelle Strategien unter Revisionsbedingungen als effektive Lösung im Sinne anzusehen ist.