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123. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie

02. bis 05.05.2006, Berlin

Interdisziplinäres Komplikationsmanagement in der laparoskopischen Chirurgie der morbiden Adipositas

Meeting Abstract

  • corresponding author K. Miller - A.ö. KH Hallein, Chirurgie
  • A. Pomp - A.ö. KH Hallein, Chirurgie
  • Y. Tipán - A.ö. KH Hallein, Chirurgie
  • P. Herbst - A.ö. KH Hallein, Chirurgie
  • E. Ardelt-Gattinger - Psychologisches Institut der Universität Salzburg

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie. 123. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie. Berlin, 02.-05.05.2006. Düsseldorf, Köln: German Medical Science; 2006. Doc06dgch4427

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/dgch2006/06dgch302.shtml

Veröffentlicht: 2. Mai 2006

© 2006 Miller et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Durch die laparoskopische Behandlungsmöglichkeit der morbiden Adipositas kam es zu einem sprunghaften Anstieg von operierten Patienten. In der Literatur wird eine Komplikationsrate zwischen 4% und 27% angegeben.

Material und Methoden: In einem Zeitraum von Juni 1994 bis Juni 2005 wurden sowohl die chirurgischen Eingriffe, wie auch die Behandlung von Komplikationen prospektiv erfasst. Ziel der Studie war es Ereignisse des verstellbaren Magenbandes in Allgemeine-, Früh- und Spätkomplikationen zu analysieren. Ein weiterer Schwerpunkt der Studie ist es die Möglichkeiten einer laparoskopischen Sanierung bei Komplikationen nach Dünndarmbypass und vertikaler bandverstärkter Gastroplastik (VBG) aufzuzeigen. Patienten mit einer psychologischen Begleitung wurden prospektiv consekutiv ab 1996 untersucht. 33 Patienten mit consekutiver Begleitung konnten 35 Patienten ähnlichem psychologischem Verhaltensmuster ohne Begleitung gegenübergestellt werden.

Ergebnisse: In diesem Zeitraum (1994-2005) wurden 957 Patienten an einem laparoskopischen verstellbaren Magenband operiert. An laparoskopischen Revisionen wurden 7 Rebanding (Z.n Bandarosion, Z.n. Leak im Bandsystem), Neuimplantationen eines verstellbaren Magenbandes nach Dünndarmbypass (n=6) oder VBG (n=137) und 4 Bandentfernungen durchgeführt. Bei 15 Patienten erfolgte ein laparoskopischer Y-Roux Magenbypass als Revisionsoperation. Ein Umstieg von der Laparoskopie auf die offene Chirurgie war bei keinem der Patienten in den angeführten Revisionen notwendig, eine Reoperation erfolgte bei 3 Patienten (1 Abszess retrogastrisch, 2 Patienten mit biliärer Peritonitis). Die Komplikationsrate beträgt 9 %, die Mortalität 0 %. Die Operationststrategien und Techniken werden präsentiert. Patienten mit psychologischer Begleitung bei reoperierten Patienten hatten eine signifikant bessere Gewichtsreduktion (29,2 +/- 6,4 kg vs. 34,8 +/- 7,3 kg, p<0,05).

Schlussfolgerung: Eine Revisionsoperation ist mit der laparoskopischen Technik aussichtsreich. Eine Interdisziplinäre postoperative Betreuung hat ein signifikant besseres postoperatives Ergebnis.