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123. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie

02. bis 05.05.2006, Berlin

Lokalrezidivrate des Rektumkarzinoms nach Einführung der totalen mesorektalen Exzision (TME)

Meeting Abstract

  • corresponding author M. Kruschewski - Chirurgische Klinik I, Charité Campus Benjamin Franklin
  • N. Hertel - Chirurgische Klinik I, Charité Campus Benjamin Franklin
  • H. Rieger - Chirurgische Klinik I, Charité Campus Benjamin Franklin
  • N. Burdinski - Chirurgische Klinik I, Charité Campus Benjamin Franklin
  • H.J. Buhr - Chirurgische Klinik I, Charité Campus Benjamin Franklin

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie. 123. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie. Berlin, 02.-05.05.2006. Düsseldorf, Köln: German Medical Science; 2006. Doc06dgch5498

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/dgch2006/06dgch248.shtml

Veröffentlicht: 2. Mai 2006

© 2006 Kruschewski et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Die totale mesorektale Exzision (TME) gilt im Rahmen der Behandlung von Rektumkarzinomen des mittleren und unteren Drittels mittlerweile als Standard. Durch dieses Konzept sollte die Lokalrezidivrate deutlich unter 10% betragen. Ziel der vorliegenden Studie war es, die eigenen Ergebnisse der Rektumkarzinom-Chirurgie zu evaluieren.

Material und Methoden: Prospektive Beobachtungsstudie aller Patienten mit Rektumkarzinom, bei denen im Zeitraum 1995-2001 eine elektive, kurative tiefe anteriore Rektumresektion bzw. –exstirpation mit TME durchgeführt worden ist und die ein lückenloses Follow up von mindestens 2 Jahren hatten. Zum Vergleich diente der Zeitraum 1988-1993. Als Surrogat-Endpunkt wurde das Auftreten eines Rezidivs innerhalb von 2 Jahren verwendet.

Ergebnisse: Die Gruppen waren bezüglich der patienten- und der tumorbezogenen Charakteristika (pT- und pN-Kategorie, Grading, Lokalisation) vergleichbar. Ebenso bestanden keine Unterschiede hinsichtlich der Durchführung einer adjuvanten Therapie. Tabelle 1 [Tab. 1] zeigt die OP-Verfahren, die Rezidivraten sowie das 5 Jahres-Gesamt-Überleben.

Schlussfolgerung: (1) Der Anteil der kontinenzerhaltenden Operationen hat signifikant zugenommen. (2) Nach Einführung der TME ist es zur einer deutlichen Abnahme der Lokalrezidivrate gekommen. (3) Obwohl dieser Unterschied wegen der n-Zahl nicht signifikant ist, führt dies bereits zu einer signifikanten Steigerung des rezidivfreien Überlebens sowie des Gesamt-Überlebens.