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123. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie

02. bis 05.05.2006, Berlin

Laparoskopische Kolonresektion bei Divertikulitis: Unizentrische Erfahrungen bei 500 Patienten

Meeting Abstract

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  • corresponding author M. Ulrich - Klinik für Allgemein- u. Visceralchirurgie, Marienhospital Stuttgart, Stuttgart, Deutschland
  • S. Leroy - Klinik für Allgemein- u. Visceralchirurgie, Marienhospital Stuttgart, Stuttgart, Deutschland
  • R. Bittner - Klinik für Allgemein- u. Visceralchirurgie, Marienhospital Stuttgart, Stuttgart, Deutschland

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie. 123. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie. Berlin, 02.-05.05.2006. Düsseldorf, Köln: German Medical Science; 2006. Doc06dgch5808

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/dgch2006/06dgch238.shtml

Veröffentlicht: 2. Mai 2006

© 2006 Ulrich et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Ende 1997 wurde an unserer Klinik, die laparoskopisch assistierte kolorektale Resektion eingeführt. Seither wurden 864 Patienten in dieser Technik reseziert, 502 Patienten wegen einer Divertikelerkrankung des Dickdarmes. 294 dieser Patienten wurden wurden postoperativ einer routinemässigen radiologischen Anastomosenkontrolle unterzogen. Dargestellt wird das Outcome der Patienten im historischen Vergleich zu einem konventionell im eigenen Krankenhaus operierten Patientengut, insbesondere im Hinblick auf die Häufigkeit und Art der Anastomoseninsuffizienz.

Material und Methoden: 12/ 97 – 6 / 05 erfolgte wegen einer Sigmadivertikulitis bei 502 Patieten die lap. Resektion, bei 294 Patienten erfolgte die routinemässige Anastomosenkontrolle mittels KE am 7. p. po. Tag, bei Bedarf früher. Die Datenerfassung erfolgte prospektiv und wird mit einem historischen Kollektiv der eigenen Klinik (Schmedt et al, Chirurg 71; 2000) verglichen. Die lap. Resektion erfolgte hier in standardisiertem Verfahren mit Entfernung der Hochdruckzone und Anastomosierung durch Double Stapling Technik.

Ergebnisse: Im historischen Vergleichskollektiv (n = 445) lag die OP-Zeit mit 127 vs 163 min niedriger als in der lap. Gruppe (n = 502). Die Morbidität der lap Gruppe zeigte eine signifikant niedrigere (T-Test) Morbidität ( 26,5 vs 15,9 %) , Letalität lap. vs. konv 0 % vs 1,6 %. Die fixierte Resektatlänge war mit 19,4 cm konv. gegen 22,3 cm lap. vergleichbar. In der Stratifizieung (Stadium 0 – III) gemäss einer modifizierten Hinchey-Klassifikation ergaben sich für die Morbidität jeweils Vorteile für das lap. Verfahren. Bezüglich der Anastomosenkontrolle ergab sich in der lap. Gruppe der Nachweis einer klin. blanden Anastomosenfistel (keine Reoperation) bei 5 Patienten (1,0 %), 9 Patienten (1,8 %) mussten in der lap. Gruppe wegen einer Anastomoseninsuffizienz wegen pelviner Sepsis relaparoskopiert und ein protektives Stoma angelegt werden. Im weiteren Verlauf erfolgte mittelfristig bei 3 Patienten eine konventionelle Nachresektion der Anastomose, da die Ursache der Leckage ein Durchblutungsproblem des Darmes war. Alle anderen Insuffizienzen heilten problemlos aus. Die Insuffizienzrate in der konventionell operierten Gruppe lag hingegen bei 0,9 %.

Schlussfolgerung: Die lap. Kolonresektion bei 502 Patienten mit Divertikelerkrankung ist im Outcome für die Patienten der konv. OP Methode deutlich überlegen. Die Problematik der Double Stapling Anastomose allerdings ist nicht zu unterschätzen, gegenüber einem eigenen konventionell operierten Krankengut liegt die Insuffizienzrate höher.