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123. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie

02. bis 05.05.2006, Berlin

Früh- und Langzeitergebnisse nach Resektion von extrahepatischen Cholangiokarzinomen bei 102 Patienten

Meeting Abstract

  • corresponding author K. Gumpp - Chirurgische Klinik und Poliklinik II, Universität Leipzig
  • J. Behrbohm - Chirurgische Klinik und Poliklinik II, Universität Leipzig
  • E. Weber - Chirurgische Klinik und Poliklinik II, Universität Leipzig
  • M. Wiedmann - Klinik für Innere Medizin II
  • U. Ringel - Klinik für Innere Medizin II
  • A. Tannapfel - Institut für Pathologie
  • J. Hauss - Chirurgische Klinik und Poliklinik II, Universität Leipzig
  • H. Witzigmann - Chirurgische Klinik und Poliklinik II, Universität Leipzig

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie. 123. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie. Berlin, 02.-05.05.2006. Düsseldorf, Köln: German Medical Science; 2006. Doc06dgch5334

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/dgch2006/06dgch054.shtml

Veröffentlicht: 2. Mai 2006

© 2006 Gumpp et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Die 5-Jahres-Überlebensrate nach Resektion von extrahepatischen Gallengangskarzinomen liegt bei 20-30%, mit eher besserer Prognose bei Patienten mit distalen Cholangiokarzinom (Khan et al., Gut 2002). Ziel dieser Studie war es, die Früh- und Langzeitergebnisse von Patienten mit resezierten proximalen (Klatskin-Tumoren) und distalen Cholangiokarzinomen über einen 11-Jahres-Zeitraum zu analysieren.

Material und Methoden: Die Daten von Patienten mit extrahepatischen Gallengangskarzinomen wurden im Zeitraum von 01/94 bis 08/05 prospektiv erhoben. Es handelte sich um 68 Patienten mit proximalen (PCC) und 34 Patienten mit distalen Cholangiokarzinom (DCC). Für Patienten mit PCC und DCC wurden Op-Verfahren, Morbidität, Mortalität, Überlebensdaten (Kaplan-Meier) und Prognosefaktoren (multivariate Cox-Regressions-Analyse) analysiert.

Ergebnisse: Poximale Cholangiokarzinome: Op-Verfahren: Hemihepatektomie rechts (n=20, davon n=4 in Kombination mit Kausch-Whipple-Operation), Trisektorektomie rechts (n=22), Hemihepatektomie links (n=17), Hilusresektion (n=7), Lebertransplantation (n=1). Neoadjuvante Photodynamische Therapie (n=10). Morbidität: 52%; 30-Tages-Mortalität: 8,3%. 1-, 3-, 5-Jahresüberleben: Alle Patienten: 69%, 30%, 22%; R0-Resektion: 73% (1J.), 27 % (5J.). Unabhängige Prognosefaktoren: R-Status, Grading. Distale Cholangiokarzinome: Op-Verfahren: Kausch-Whipple-Operation alleine (n=31), mit Leberteilresektion (n=3). Morbidität: 35%; 30-Tages-Mortalität: 3,5%. 1-, 3-, 5-Jahresüberleben: 75%, 40%, 25%. Unabhängige Prognosefaktoren: R-Status, Grading, Tumorstadium.

Schlussfolgerung: Trotz radikaler chirurgischer Resektion sind die Langzeitergebnisse für proximale und distale Cholangiokarzinome vergleichbar und unbefriedigend. Die wichtigsten Prognosefaktoren sind bei beiden Tumorlokalisationen Residualtumorstatus und das Grading, sowie das Tumorstadium bei den distalen Cholangiokarzinomen. Bei den Klatskin-Tumoren stellen die relativ hohe Morbidität und Mortalität ein relevantes Problem dar.