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123. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie

02. bis 05.05.2006, Berlin

Rezidivstruma-Operation ohne Recurrensparese möglich?

Meeting Abstract

  • corresponding author K. Schwarz - Klinik für Allgemein-, Viszeral-, Gefäss- und Thoraxchirurgie, Neuss, Deutschland
  • H. Böhner - Klinik für Allgemein-, Viszeral-, Gefäss- und Thoraxchirurgie, Neuss, Deutschland
  • B.J. Lammers - Klinik für Allgemein-, Viszeral-, Gefäss- und Thoraxchirurgie, Neuss, Deutschland
  • P.E. Goretzki - Klinik für Allgemein-, Viszeral-, Gefäss- und Thoraxchirurgie, Neuss, Deutschland

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie. 123. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie. Berlin, 02.-05.05.2006. Düsseldorf, Köln: German Medical Science; 2006. Doc06dgch5139

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/dgch2006/06dgch025.shtml

Veröffentlicht: 2. Mai 2006

© 2006 Schwarz et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Die Operative Therapie der Rezidivstruma ist in der Literatur mit einer permanenten Recurrensparese von 7-10% vergesellschaftet. In unserer retrospektiven Studie wurde der Einfluss des intraoperativen Neuromonitoring auf die Radikalität der Resektion und der Nervenverletzung untersucht.

Material und Methoden: Alle Patienten, die in unserer Klinik zwischen 1/2002 und 9/2005 an einer Rezidivdtruma operiert wurden, gingen in die Untersuchung ein. Angestrebt wurde eine Hemithyreoidektomie, Thyreoidektomie oder eine near total Resektion. Das inrapoerative Neuromonitoring wurde routinemässig benutzt.

Ergebnisse: 108 Patienten (95 weibliche, 13 männliche, mittleres Alter 57,3 Jahre, 29-75 Jahre, 161 nerves at risk) gingen in die Studie ein. 102 Patienten hatten ein erstes, drei ein zweites, einer ein drittes und zwei ein viertes Rezidiv. Fünf Patienten wiesen vor der Reexploration eine einseitige Recurrensparese auf. Bei 12 Patienten (12,96%) wurde die radikale Resektion wegen einer möglichen Nervenverletzung nicht durchgeführt, alle anderen wurden wie geplant reseziert. Einer dieser Patienten (1,08%), welcher ein viertes Rezidiv aufwies, hatte eine transiente Recurrensparese. Sechs Patienten wurden wegen einer Nachblutung revidiert.

Schlussfolgerung: Die routinemässige Anwendung des intraoperativen Neuromonitoring erlaubt eine radikale Resektion der Rezidivstruma in 90% der Patienten.