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122. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie

05. bis 08.04.2005, München

Bedeutung der Laparoskopie und Thorakoskopie zur Diagnostik und Therapie kindlicher Tumoren, prospektive 10 Jahresstudie

Meeting Abstract

  • corresponding author K. Schaarschmidt - Kinderchirurgische Helios Klinik Berlin-Buch
  • W. Dörffel - Kinderklinik Helios Klinikum Berlin-Buch
  • A. Kolberg-Schwerdt - Kinderchirurgische Helios Klinik Berlin-Buch
  • M. Lempe - Kinderchirurgische Helios Klinik Berlin-Buch
  • F. Schlesinger - Kinderchirurgische Helios Klinik Berlin-Buch

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie. 122. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie. München, 05.-08.04.2005. Düsseldorf, Köln: German Medical Science; 2005. Doc05dgch3792

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/dgch2005/05dgch735.shtml

Veröffentlicht: 15. Juni 2005

© 2005 Schaarschmidt et al.
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Gliederung

Text

Einleitung

Zentren für endoskopische Kinderchirurgie berichten zunehmend über den Einsatz der minimal invasiven Techniken zur Diagnostik, Therapie und Verlaufskontrolle maligner Tumoren im Kindesalter. In günstigen Fällen ist die kurative endoskopische Resektion des Primärtumors möglich.

Material und Methoden

Von 4/93 bis 9/04 wurden an der kinderchirugischen Klinik Berlin-Buch (bis 9/98 WWU Münster) 58 onkologische Kinder (Alter 1,7-17,9 Mittel 10,7 ± 4.9 Jahre) mit unklarem Primärtumor zur Diagnosesicherung laparoskopiert, thorakoskopiert oder retroperitoneoskopiert und prospektiv erfaßt bzw. weiterverfolgt.Bei allen Kindern wurde ein vollständiges onkologisches Staging mit Tumormarkern, Knochenmark, CT, NMR und teilweise auch PET durchgeführt.

Ergebnisse

Mit einer Ausnahme konnte die minimal invasive Tumorresektion oder großzügige Biopsie in allen Fällen die richtige Diagnose zu stellen (57/58 = 98,3 %) . Darüber hinaus konnte in neun Fällen bei Neuroblastomen und Non-Hodgkin Lymphomen zwischen Tumor Residuum und Rezidiv zuverlässig differenzert werden. In einem Fall war ein pulmonaler Herd trotz CT Markierung nicht zu finden. Hier handelte es sich um ein flüchtiges Infiltrat, das im Kontroll-CT nicht mehr nachweisbar war. 5 retroperitoneale Tumoren von 5,5 bis 14 cm und 4 Mediastinale Tumoren konnten endoskopisch kurativ reseziert werden (darunter 4 Ganglioneurome/Ganglioneuroblastome,1 Wilmstumorrezidiv, 1 Phäochromozytom und 3 Non Hodgkin Lymphome) und sind nach adjuvanter Chemotherapie 6-62 Monate in Vollremission. Der Follow up war bei allen Kindern möglich (4.1 -75 Monate, Mittel 33,2 ± 23.1 Monate).

Schlussfolgerung

Der laparoskopische, thorakoskopische und retroperitoneoskopische Zugang ist in Kombination mit vollständiger präoperativer Bildgebung zuverlässig. Er erlaubt nahezu immer die Diagnosesicherung bzw. den Rezidivausschluß und sollte wenn immer onkologisch sinnvoll eingesetzt werden.