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122. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie

05. bis 08.04.2005, München

Die 3-dimensionale Planung und virtuelle Resektion von fortgeschrittenen Tumoren im Kindesalter

Meeting Abstract

  • corresponding author J. Fuchs - Abteilung Kinderchirurgie, Tübingen
  • S. W. Warmann - Abteilung Kinderchirurgie, Tübingen
  • P. Szavay - Abteilung Kinderchirurgie, Tübingen
  • H. J. Kirschner - Abteilung Kinderchirurgie, Tübingen
  • J. Schäfer - Abteilung Radiologie, Tübingen
  • A. Hennemuth - MeVis-Center für Medizinische Visualisierung, Bremen
  • H. Scheel-Walter - Abteilung Pädiatrische Onkologie, Tübingen
  • H. Bourquain - MeVis-Center für Medizinische Visualisierung, Bremen
  • H. O. Peitgen - MeVis-Center für Medizinische Visualisierung, Bremen

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie. 122. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie. München, 05.-08.04.2005. Düsseldorf, Köln: German Medical Science; 2005. Doc05dgch2973

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/dgch2005/05dgch728.shtml

Veröffentlicht: 15. Juni 2005

© 2005 Fuchs et al.
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Gliederung

Text

Einleitung

In den letzten 20 Jahren konnte die Überlebensrate von Kindern mit soliden Tumoren dramatisch verbessert werden. Die Ro –Resektion ist bei zahlreichen kindlichen Malignomen der wichtigste prognostische Faktor für das Überleben. Die Grundlage für eine erfolgreiche komplette Tumorresektion ist eine exakte präoperative Planung des chirurgischen Prozedere.

Material und Methoden

In dem Zeitraum von 2003 bis 2004 wurden 16 Kinder mit ausgedehnten Tumoren mit einem multislice CT untersucht. Die 3 – dimensionale Tumorplanung erfolgte mit der Software HepaVision 2 und die virtuelle Resektionsplanung wurde mit dem InterventionPlanner durchgeführt

Ergebnisse

5/16 Kindern hatten einen Lebertumor. 4/16 einen Wilmstumor, 5/16 ein Rhabdomyosarkom und 2/16 einen Pankreaskopftumor. Die Visualisierung der Tumoren erbrachte eine exakte 3-dimensionale Abgrenzung zu den benachbarten Strukturen. Es konnten farbcodierte Risikozonen herausgearbeitet werden. Die exakte Volumentrie des Parenchyms erlaubte neben der Tumorvolumenbestimmung auch die Volumetrie des Restparenchyms mit Abschätzung der postoperativen Organrestfunktion. Insbesondere bei den Lebertumoren zeigte sich eine sehr individuelle Segmentanatomie. Die virtuelle Resektion hatte einen wichtigen Einfluss auf die chirurgische Strategie bei den Leber- und nierenerhaltenden Operationen. Die präoperative Bildgebung korrelierte sehr gut mit den intraoperativen Befunden.

Schlussfolgerung

Die 3-dimensionale Rekonstruktion und virtuelle Tumorresektion ist eine wichtige qualitative Verbesserung für die Planung komplexer chirurgischer Prozeduren bei fortgeschrittenen kindlichen Tumoren