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122. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie

05. bis 08.04.2005, München

Azide und nicht-azide Refluxereignisse bei Patienten mit gastroösophagealer Refluxerkrankung: Ergebnisse der ambulanten 24h-Impedanzmessung der Speiseröhre

Meeting Abstract

  • corresponding author Ch. A. Gutschow - Chirurgische Klinik und Poliklinik für Visceral- und Gefäßchirurgie der Universität zu Köln, Deutschland
  • E. Bollschweiler - Chirurgische Klinik und Poliklinik für Visceral- und Gefäßchirurgie der Universität zu Köln, Deutschland
  • A. H. Hoelscher - Chirurgische Klinik und Poliklinik für Visceral- und Gefäßchirurgie der Universität zu Köln, Deutschland

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie. 122. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie. München, 05.-08.04.2005. Düsseldorf, Köln: German Medical Science; 2005. Doc05dgch2728

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/dgch2005/05dgch598.shtml

Veröffentlicht: 15. Juni 2005

© 2005 Gutschow et al.
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Gliederung

Text

Einleitung

Die ösophageale Impedanzmessung ermöglicht die Detektion von sauren, nicht-sauren, flüssigen und gasförmigen Refluxepisoden. Wir untersuchten die Prävalenz dieser Episoden bei Patienten mit gastroösophagealer Refluxerkrankung.

Material und Methoden

27 Patienten (9 Frauen) mit Refluxsymptomatik wurden untersucht. Die ösophagealen Impedanzmessungen wurden mit Hilfe eines kommerziell erhältlichen Computerprogramms analysiert und azide, nicht-azide, flüssige, gemischte und gasförmige Refluxereignisse identifiziert. Die Patienten wurden je nach Ergebnis der simultan durchgeführten pH-Metrie in zwei Gruppen (pH-Metrie-positiv / pH-Metrie-negativ) unterteilt.

Ergebnisse

Die Gesamtzahl der Refluxereignisse (azide plus nicht-azide) unterschied sich nicht signifikant zwischen den Gruppen. Patienten mit einer positiven pH-Metrie hatten hingegen signifikant häufiger azide Refluxereignisse (p=0.02) als solche mit einer negativen pH-Metrie. Im Gegensatz dazu hatten Patienten mit einer negativen pH-Metrie signifikant häufiger alkalische Refluxepisoden (p=0.04) als solche mit einer positiven pH-Metrie. Flüssige (p=0.02), jedoch nicht gemischt flüssig-gasförmige oder gasförmige Refluxereignisse waren bei pH-Metrie-positiven Patienten signifikant häufiger.

Schlussfolgerung

Die Gesamtzahl azider und nicht-azider Refluxe ist bei pH-Metrie-negativen und pH-Metrie-positiven Patienten mit gastroösophagealer Refluxerkrankung nicht signifikant unterschiedlich. Die ösophageale Impedanzmessung ermöglicht die Identifizierung pH-Metrie-negativer Patienten durch Detektion einer erhöhten Anzahl nicht-azider Refluxe.