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122. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie

05. bis 08.04.2005, München

Korreliert der saure und biliäre Reflux bei Patienten mit Barrett-Oesophagus mit der Länge der Barrettmukosa?

Meeting Abstract

  • corresponding author E. Wolfgarten - Klinik und Polikllinik für Visceral- und Gefäßchirurgie der Universität zu Köln
  • E. Bollschweiler - Klinik und Polikllinik für Visceral- und Gefäßchirurgie der Universität zu Köln
  • B. Pütz - Klinik und Polikllinik für Visceral- und Gefäßchirurgie der Universität zu Köln
  • A.H. Hölscher - Klinik und Polikllinik für Visceral- und Gefäßchirurgie der Universität zu Köln

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie. 122. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie. München, 05.-08.04.2005. Düsseldorf, Köln: German Medical Science; 2005. Doc05dgch3889

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/dgch2005/05dgch595.shtml

Veröffentlicht: 15. Juni 2005

© 2005 Wolfgarten et al.
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Gliederung

Text

Einleitung

Die Inzidenzrate für das Adenokarzinom des Ösophagus ist in den westlichen Industrienationen in den letzten Jahren exponentiell angestiegen. Untersuchungen zeigen, dass neben dem sauren Reflux auch Komponenten des Duodenalsekrets additiv die Mukosa des Ösophagus schädigen und an der Entstehung von Komplikationen der Refluxkrankheit z.B. der Entwicklung der Barrett-Mukosa (BM) beteiligt sein können. In der Studie von Fass et al. (GUT 2001) konnte eine Korrelation zwischen der Länge des Barrett-Oesophagus und der Menge des sauren Refluxes gezeigt werden. Ziel unserer Untersuchung war es, sauren Reflux und Gallereflux in die Speiseröhre bei Patienten mit BM mit der Länge des Barrett-Oesophagus zu korrelieren und mit den Referenzwerte altersgleichen Kontrollen zu vergleichen.

Material und Methoden

Von 1999 bis 2004 wurden 30 Patienten mit histologisch gesicherter BM und 19 gesunde Probanden in die Studie eingeschlossen. Nur Patienten wurden endoskopiert, biopsiert und bezgl. der BM in short segment Barrett (SSBE<3cm) und long segment Barrett Esophagus (LSBE>3cm) eingeteilt. Bei allen Gruppen wurde eine 24-Stunden-Bilimetrie und -pH-Metrie im Magen und in der Speiseröhre unter Verwendung eines standardisierten Protokolls durchgeführt. Entsprechend der aktuellen Literatur wurde eine Fraktionszeit von pH<4 grösser 5% als GER und eine absolute Fraktionszeit über 0.25 von 1% als DGER definiert. Statistische Auswertung erfolgte mittels nichtparametrischen Testverfahren für die Signifikanzprüfung mit p<0.05 (SPSS für Windows, Version 11.0).

Ergebnisse

30 Patienten (7w; 23m) mit einem mittleren Alter von 53 Jahren (29-75 Jahre) und 19 Probanden (8w, 11m) im Alter von 50 Jahren (39-62 Jahre) wurden in die Studie eingeschlossen. 3 Patienten hatten keinen eindeutigen histologischen Befund, 20 Patienten (69%) hatten einen SSBE und 6 (21%) einen LSBE. Die Gesamtfraktionszeit pH<4 im Oesophagus war bei der Kontrollgruppe im Median (LQ-UQ) 3,2% (0,9-5,5), in der Gruppe mit SSBE 8,4% (6,3-15,6) und bei LSBE 19,6% (8,1-60,9). Diese Ergebnisse waren signifikant (p<0,05). Beim biliären Reflux gab es sign. Unterschiede (p< 0,01) zwischen Kontrollen und Barrett-Patienten aber nicht in Abhängigkeit von der Länge der BM: Gesamtfraktionszeit Abs. >0,25 im Median (LQ-UQ) bei der Kontrollgruppe 0% (0-1,0%), SSBE 7,8% (1,0-27,8) und LSBE 12,1% (6,9-24,8) (s. Grafik [Abb. 1]).

Schlussfolgerung

Im Vergleich zu gesunden Kontrollpersonen haben Patienten mit Barrett-Mucosa sign. mehr sauren und galligen Reflux in die Speiseröhre. Die Länge der Barrett-Mukosa korreliert mit der Dauer der oesophagealen Säureexposition. Unabhängig von der Ausdehnung der Barrett-Mukosa ist der Gallereflux erhöht.