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122. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie

05. bis 08.04.2005, München

Lebensqualität nach ästhetisch plastischen Operationen: eine prospektive Studie

Meeting Abstract

  • corresponding author N. A. Papadopulos - Abteilung für Plastische- und Wiederherstellungschirurgie, Klinikum Rechts der Isar der Technischen Universität München
  • L. Kovacs - Abteilung für Plastische- und Wiederherstellungschirurgie, Klinikum Rechts der Isar der Technischen Universität München
  • S. Krammer - Abteilung für Plastische- und Wiederherstellungschirurgie, Klinikum Rechts der Isar der Technischen Universität München
  • P. Herschbach - Institut für Psychosomatische Medizin, Psychotherapie und Medizinische Psychologie, Klinikum Rechts der Isar der Technischen Universität München
  • G. Henrich - Institut für Psychosomatische Medizin, Psychotherapie und Medizinische Psychologie, Klinikum Rechts der Isar der Technischen Universität München
  • R. Zimmer - Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Klinikum Rechts der Isar der Technischen Universität München
  • E. Biemer - Abteilung für Plastische- und Wiederherstellungschirurgie, Klinikum Rechts der Isar der Technischen Universität München

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie. 122. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie. München, 05.-08.04.2005. Düsseldorf, Köln: German Medical Science; 2005. Doc05dgch2372

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/dgch2005/05dgch566.shtml

Veröffentlicht: 15. Juni 2005

© 2005 Papadopulos et al.
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Gliederung

Text

Einleitung

Ziel dieser Studie war es die Lebensqualität der Patienten, die sich einer ästhetisch-plastischen Operation unterziehen, prospektiv zu erfassen und vergleichen.

Material und Methoden

185 Patienten erfüllten die Einschlusskriterien für unsere Studie (ästhetische Operationsindikationen). 168 davon wurden angeschrieben und 133 Patienten nahmen an der Studie teil. 67 Patienten (93,8% weiblich, 6,2% männlich) haben bis heute die Untersuchung bis 3 Monate post OP abgeschlossen. Die an diesen Patienten durchgeführten Operationen teilten sich auf wie folgt: 16 Brustreduktionen, 7 Brustreduktionen bei Brustasymetrie, 6 Brustaugmentationen, 3 Bruststraffungen, 1 Subkutane Mastektomie, 11 Liposuctions, 3 Rhinoplastiken, 12 Gesichts- und Halsstraffungen, 1 Blepharoplastik, 5 Abdominoplastiken 2 Bodylifting.Das Testinstrumentarium umfasste einen standardisierten Selbstbeurteilungs-Fragebogen zur Lebenszufriedenheit (FLZ) mit einem speziellen Teil zur Zufriedenheit mit dem eigenen Körper (FLZm), sowie einen eigenen Fragebogen zur Zufriedenheit mit dem Behandlungsergebnis, Komplikationen und den Auswirkungen im sozialen und ökonomischen Bereich. Die Patienten wurden insgesamt 2 mal befragt (T0: präoperativ, T1: 3 Monate postoperativ).

Ergebnisse

76% der Patienten waren mit dem Behandlungsergebnis zufrieden bis sehr zufrieden. 83,6% würden sich der gleichen Operation erneut unterziehen und zwei Drittel der Patienten würden das Operationsverfahren weiterempfehlen. Über die Hälfte unserer Patienten berichtete keine Minderung der Leistungsfähigkeit oder der sozialen Kontakte in der direkten postoperativen Phase. Die Lebenszufriedenheit stieg bei einem Drittel der Patienten.

Schlussfolgerung

Unsere Studie zeigt, dass ästhetische Operationen nicht nur gut von den Patienten toleriert werden, sondern auch die Lebensqualität verbessern können.Trotz der Einschränkung unserer Studie durch die Auswertung von unterschiedlichen Operationsmethoden, die an unseren Patienten durchgeführt wurden, ist es sinnvoll die Weiterführung dieser Studie zu fördern. Dazu sollte unser Patientengut nach Operationsindikationen aufgeteilt und in ähnlicher Methode ausgewertet werden um die Lebensqualität dieser Patienten besser evaluieren zu können.