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122. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie

05. bis 08.04.2005, München

Einsatz des Supraclaviculären Insellappens (SIF) zur rekonstruktiven Tumorchirurgie im Kopf- und Halsbereich und der Thoraxwand

Meeting Abstract

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  • corresponding author N. Pallua - Klinik für Plastische Chirurgie, Hand - und Verbrennungschirurgie am Universitätsklinikum der RWTH Aachen

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie. 122. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie. München, 05.-08.04.2005. Düsseldorf, Köln: German Medical Science; 2005. Doc05dgch3291

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/dgch2005/05dgch511.shtml

Veröffentlicht: 15. Juni 2005

© 2005 Pallua.
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Gliederung

Text

Einleitung

Die rekonstruktive Chirurgie ausgedehnter Defekte im Bereich des Gesichtes, des Halses oder der Brustwand nach Tumorresektion ist für den Plastischen Chirurgen eine besondere Herausforderung. Bei der Rekonstruktion ist auf die Wiederherstellung des Bewegungsumfanges von Kopf und Hals in den räumlichen Dimensionen zu achten. Besondere Anforderungen werden aber auch an das ästhetische Ergebnis gestellt.

Material und Methoden

Der Supraclaviculäre Insellappen wurde 1994 entwickelt und 1997 erstmals durch den Autor beschrieben. Diese Lappenplastik wurde in unserer Klinik inzwischen 65 mal bei 59 Patienten als rekonstruktives Verfahren eingesetzt (6 bilaterale Lappen). Der Gefäßstiel des fasziokutanen Lappens wird durch die A. supraclavicularis, einen Ast der A. transversa colli sowie deren Begleitvenen gebildet. Die Hautinsel erreicht eine Länge von bis zu 30 cm und eine Breite bis zu 16 cm. Für entsprechende Defekte können auch kleinere Lappen an einem langen Gefäßstiel gehoben werden. Eine Tunnelung des Lappenstieles minimiert das Ausmaß der Narbe am Hebedefekt. Durch Präexpansion mittels Expandereinlage kann ein ultradünner Lappen gebildet werden, der keine Korrektureingriffe erfordert. Der Hebedefekt wurde stets primär verschlossen.

Ergebnisse

Neben dem Einsatz zur Rekonstruktionen von ausgedehnten Narbenarealen wurde der Lappen bei 19 Patienten nach Tumorresektion im Bereich des Kopfes, Halses und ventralen Thoraxes eingesetzt. Hierbei kam es in keinem Fall zu einem Verlust des Lappens.Durch die Präexpansion des Lappens ist eine Defektdeckung großer Areale mit einem ultradünnen fasziokutanem Hautlappen möglich.

Schlussfolgerung

Die beschriebene faziokutane Lappenplastik ermöglicht zuverlässig den Verschluß von Weichteildefekten nach Tumorresektion im Gesicht, am Hals sowie an der vorderen Thoraxwand. Als ultradünner Lappen erfüllt der Supraclaviculäre Insellappen sowohl die funktionellen als auch die ästhetischen Erfordernissen dieser Region in idealer Weise.