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122. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie

05. bis 08.04.2005, München

Laparoskopische Leistenbruch-Chirurgie beim Kind : Erfahrungen mit 526 Kindern

Meeting Abstract

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  • corresponding author F. Schier - Kinderchirurgie, Univ. Mainz
  • S. Turial - Kinderchirurgie, Univ. Mainz

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie. 122. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie. München, 05.-08.04.2005. Düsseldorf, Köln: German Medical Science; 2005. Doc05dgch2712

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/dgch2005/05dgch262.shtml

Veröffentlicht: 15. Juni 2005

© 2005 Schier et al.
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Gliederung

Text

Einleitung

Bei Kindern sind laparoskopische Leistenbruch-Operationen seltener als bei Erwachsenen. Jetzt leigen ausreichend Erfahrungen vor, um die Ergebnisse mit denen bei erwachsenen Patienten zu vergleichen.

Material und Methoden

Bei 526 Kindern (395 Jungen, 131 Mädchen) im Alter von 4 Tagen bis 14 Jahren (Mittel; 1,6 Jahre) wurden insgesamt 699 innere Leistenringe verschlossen. Die Eingriffe wurden in Allgemeinnarkose und mit 2-mm-Instrumenten vorgenommen. Der Eingriff erfolgte in der Regel ambulant.Die Nachuntersuchungszeit beträgt 1 bis 87 Monate (Mittel 44).

Ergebnisse

Die Operationszeit betrug im Mittel 20 Minuten. Es gab es nur 3 Hydrozelen (0.7%) und 1 Hodenatrophie, aber 21 Rezidive (3.9%). Die linke Seite war (unerwartet) offen bei 16% der Jungen und 12% der Mädchen. Die rechte Seite war (unerwartet) offen bei 18% der Jungen und 32% der Mädchen. Indirekte Hernien fanden sich in 93%, direkte Hernien bei 2%, femorale Hernien bei 0.7%, Hernien en pantalon bei 0.7%, eine Kombination von indirektem und femoralem Bruch bei 0.2% sowie eine Kombination von indirekter, direkter und femoraler Hernie in ebenfalls 0.2%. Das kosmetische Ergebnis ist noch besser als bei der herkömmlichen Chirurgie.

Schlussfolgerung

Die laparoskopische Leistenbruchoperation ist eine Alternative zur herkömmlichen „offenen“ Herniotomie. Ihr Hauptvorteil ist, daß die anatomischen Strukturen des Samenstranges dabei unberührt bleiben und daß die Sicht viel besser ist als bei der offenen Chirurgie und damit die diagnostische Klarheit besser. Vielleicht deswegen werden direkte, femorale und deren Kombinationen in der Laparoskopie häufiger gefunden als bisher in der offenen Chirurgie beim Kind. Die Laparoskopie hat Vorteile bei sehr kleinen Kindern, bei allen Rezidiven und bei jedem unklaren Befund. Die jetzt noch leicht erhöhte Rezidivrate wird mit technischen Verbesserungen gesenkt werden können.