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122. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie

05. bis 08.04.2005, München

Retroperitoneale Riesenlymphcyste - eine außergewöhnliche Komplikation nach Aortenoperation : Falldemonstration

Meeting Abstract

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  • corresponding author U. Huberts - Gefäßcentrum Hamburg Altona, Abteilung für Thorax-und Gefäßchirurgie, Hamburg, Deutschland
  • H. Kortmann - Gefäßcentrum Hamburg Altona, Abteilung für Thorax-und Gefäßchirurgie, Hamburg, Deutschland

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie. 122. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie. München, 05.-08.04.2005. Düsseldorf, Köln: German Medical Science; 2005. Doc05dgch2826

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/dgch2005/05dgch173.shtml

Veröffentlicht: 15. Juni 2005

© 2005 Huberts et al.
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Gliederung

Text

Einleitung

Ein 74 jähriger Patient wurde wegen eines 7cm im Durchmesser großen infrarenalen Bauchaortenaneurysmas aufgenommen. Die weitere bildgebende Diagnostik zeigte beidsits große Aneurysmen der Iliacalarterien.Bei dem Patienten bestand der ZUstand nach Cystektomie und Neoblase bei Urothelkarzinom sowie Zustand nach gedeckt perforierter Sigmadivertikulitis mit Neo Blasenfistel.

Material und Methoden

Über einen retroperitonealen Zugang, aufgrund der massiven Verwachsungen durch die Voroperationen, wurde eine aortobiiliacale Y Prothese angelegt. Die Beckenarterienaneurysmen sollten endovaskulär zu einem späteren Zeitpunkt ausgeschaltet werden.

Ergebnisse

Am 9. postoperativen Tag kam es dann zu einem kollaptischen Ereignis, welches zur Durchführung eines Abdomen CT führte. Hier zeigte sich ein großer retroperitonealer Verhalt der als Hämatom interpretiert wurde. Bei der sofortigen Revision konnte eine Blutungsquelle ausgeschlossen werden. 10 Tage später kam es zu einer erneuten, den linken Retroperitonealraum ausfüllenden Flüssigkeitsformation, aus der sich nach CT gesteuerter Punktion fast 3 Liter entleerten. HIerbei handelte es sich um Lymphflüssigkeit.In den nächsten Wochen sistierte dann die Sekretion von anfangs 1,2 LIter pro Tag bis auf zuletzt 300 ml. Das CT nch 4 Wochen zeigte noch einen kleinen Restverhalt im Bereich der Mesenterialwurzel, sodaß der Drainagekatheter entfernt wurde.Die Iliacalarterienaneurysmen wurden mittlerweile endovaskulär ausgeschaltet.

Schlussfolgerung

Das Auftreten einer Lymphcyste ist ausgesprochen selten. Auch in der Literatur finden sich nur vereinzelte Darstellungen. Die Behandlungsmöglichkeiten sind die Exploration und Ligatur der Leckage, ggf. auch endoskopisch, Drainageeinlage, und u.U. peritoneovenöser Shunt bei Lymphascites, begleitet von fettarmer Diät.