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121. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie

27. bis 30.04.2004, Berlin

Sind Clinical Pathways in der Kinderchirurgie sinnvoll?

Poster

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  • presenting/speaker Franz G. Schnekenburger - Abteilung Kinderchirurgie, Kinderkrankenhaus Park Schönfeld, Kassel

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie. 121. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie. Berlin, 27.-30.04.2004. Düsseldorf, Köln: German Medical Science; 2004. Doc04dgch0754

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/dgch2004/04dgch592.shtml

Veröffentlicht: 7. Oktober 2004

© 2004 Schnekenburger.
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Gliederung

Text

Einleitung

Unter einem Clinical Pathway (CP) versteht man den standardisierten Ablaufpfad der stationären Behandlung einer bestimmten Erkrankung von der Aufnahme über die Diagnostik und Therapie bis zur Entlassung. In der Erwachsenenchirurgie wurden bereits einige positive Erfahrungen mit CPs berichtet, aus kinderchirurgischen Kliniken ist uns noch nichts bekannt.

Material und Methoden

An unserem Kinderkrankenhaus hat eine Arbeitsgruppe einen detaillierten CP für die Kinderchirurgie erstellt. Die Gruppe setzte sich aus Ärzten (kinderchirurgischer Oberarzt, Stationsarzt, Anästhesieoberarzt) und Pflegekräften (kinderchirurgische Stationen, OP, Patientenaufnahme) zusammen. Als erste CP-Therapie wurde die Orchidopexie gewählt, da bei diesen Patienten der Aufenthalt relativ gleichartig verläuft und aufgrund der Häufigkeit mit einer leichteren Einarbeitung des Personals und rascherem Erfahrungswachstum gerechnet werden kann.

Ergebnisse

Für jeden Tag des Aufenthaltes wurde in 7 Kategorien festgelegt, welche Maßnahmen am Patienten durchzuführen sind. Neben einem Dokumentationsbogen wurde hierzu ein ebenfalls nach den Tagen unterteiltes Informationsblatt für Eltern erstellt. Als weitere Anlagen wurden Standards für das intraoperative Vorgehen und die Narkose sowie wichtige Inhalte der Aufklärungs- und Entlassungsgespräche mit den Eltern und den Entlassungsbrief festgelegt. Seit April 2003 wird der CP im Sinne einer verbindlichen Dienstanweisung in unserer Klinik angewendet. Das Referat wird den CP an sich und die Erfahrungen in den ersten 12 Monaten der Anwendung vorstellen.

Schlussfolgerung

Sicherlich stellt v.a. hinsichtlich der DRG der CP aufgrund der detaillierten Darstellung aller Maßnahmen und Materialien eine exzellente Grundlage für die Kostenkalkulation durch das Controlling dar. Aus ärztlicher und pflegerischer Sicht sind aber die Qualitätssicherung durch Standardisierung, eine raschere Einarbeitung von neuem Personal und eine höhere Akzeptanz der notwendigen Maßnahmen seitens der Eltern die wesentlichen Ziele eines CP.