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121. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie

27. bis 30.04.2004, Berlin

Konstruktive Weiterentwicklungen für eine vereinfachte Anwendung des computerassistierten Hexapod-Fixateurs externe

Poster

  • presenting/speaker Klaus Seide - Berufsgenossenschaftliches Unfallkrankenhaus Hamburg
  • M. Faschingbauer - Berufsgenossenschaftliches Unfallkrankenhaus Hamburg
  • U. Schümann - Berufsgenossenschaftliches Unfallkrankenhaus Hamburg
  • C. Jürgens - Berufsgenossenschaftliches Unfallkrankenhaus Hamburg

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie. 121. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie. Berlin, 27.-30.04.2004. Düsseldorf, Köln: German Medical Science; 2004. Doc04dgch0787

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/dgch2004/04dgch467.shtml

Veröffentlicht: 7. Oktober 2004

© 2004 Seide et al.
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Gliederung

Text

Einleitung

Der Hexapod-Fixateur externe ermöglicht die computerunterstützte dreidimensionale sukzessive Frakturreposition und Fehlstellungskorrektur. Die Einstellung erfolgt an linearen Stellelementen (Distraktoren). Nachteile der bisherigen Systeme sind, dass bei größeren Bewegungsauslenkungen Distraktorelemente während der Behandlung ausgetauscht werden müssen und dass die verwendeten Lochringe die Montage erschweren. Es wurden die klinische Anwendung vereinfachende technische Lösungen erarbeitet. Die Anwendung erfolgte dabei als manuell und als elektromotorisch verstellbares System.

Material und Methoden

Anhand der klinisch festgestellten Erfordernisse bei 127 bisherigen Hexapodbehandlungen wurden zum einen Distraktorelemente mit einem großen linearen Bewegungsausmaß entwickelt. Diese bestehen aus 3 teleskopisch ineinanderfahrenden gewindetragenden Elementen. Aufgrund einer Kombination eines Rechts- mit einem Linksgewinde erfolgt durch Drehen des mittleren Elementes eine Längenänderung. Eine konstruktive Besonderheit ist, dass lange Gewinde innerhalb der Rohre mit jeweils kurzen endständigen Außengewinden gepaart sind. Dadurch werden sichtbare Gewinde vermieden. Zum anderen wurden neue Ringsysteme konstruiert. Diese bestehen aus 11mm Rohren, welche zu einem 2/3 Kreis gebogen wurden. An diese sind sowohl die Gelenke für den Hexapodmechanismus als auch Längsträger und Backen für die Schanz´schen Schrauben angeschweißt. Eine Erweiterung mit Elementen anderer 11mm Rohr-Fixateure ist möglich.

Ergebnisse

Die neuen Distraktoren ermöglichen eine Verstellung von 105mm auf 235mm, d.h. auf 224% der Ausgangslänge. Die klinische Anwendung an 10 Fällen (8 Repositionen am Unterschenkel, 1 Reposition am Oberschenkel und eine Gelenkmobilisation am Ellengelenk) ergab eine gute Handhabbarkeit. Alle erforderlichen Repositionsbewegungen konnten mit einem Distraktortyp und ohne einen Austausch von Distraktorelementen erfolgen. Die neuen Ringsysteme ließen eine besonders schnelle Montage zu. Aufgrund der geschweißten vorgegeben Konstruktion sind lediglich die Schanz´schen Schrauben einzubringen und deren Backen festzuziehen. Repositionsmanöver erfolgten dann bei stabilen Bedingungen unter Verwendung des Computers.

Schlussfolgerung

Zusammen mit den neuen Bauteilen bietet der Hexapod-Fixateur die Möglichkeit, mit wenigen Handgriffen in sehr kurzer Zeit eine Frakturstabilisierung zu erreichen, wobei die Reposition, ggf. sekundär und mit Elektromotoren, punktgenau erfolgen kann.