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121. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie

27. bis 30.04.2004, Berlin

Infrarotlaserskalpell für die minimal-invasive Chirurgie

Poster

  • presenting/speaker Robert Keller - Klinik für Chirurgie, Universitätsklinkum Schleswig-Holstein, Campus Lübeck
  • D. Theissen - Medizinisches Laserzentrum Lübeck
  • V. Danicke - Medizinisches Laserzentrum Lübeck
  • V. Ott - Klinik für Chirurgie, Universitätsklinkum Schleswig-Holstein, Campus Lübeck
  • M. Birth - Klinik für Chirurgie, Universitätsklinkum Schleswig-Holstein, Campus Lübeck
  • R. Brinkmann - Medizinisches Laserzentrum Lübeck
  • A. Ziegler - Institut für Medizinische Biometrie und Statistik, Universität zu Lübeck
  • H.P. Bruch - Klinik für Chirurgie, Universitätsklinkum Schleswig-Holstein, Campus Lübeck

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie. 121. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie. Berlin, 27.-30.04.2004. Düsseldorf, Köln: German Medical Science; 2004. Doc04dgch0578

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/dgch2004/04dgch397.shtml

Veröffentlicht: 7. Oktober 2004

© 2004 Keller et al.
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Gliederung

Text

Einleitung

Aufgrund der bekannten Limitationen in der minimal-invasiven Chirurgie bestehen besondere Anforderungen an die Gewebedissektion hinsichtlich Bluttrockenheit, Rauch- und Aerosolbildung, die durch die herkömmlichen Dissektionsinstrumente jedoch nur unvollkommen erfüllt werden.

Material und Methoden

Ein Thulium:YAG-Infrarotlaser mit einer Wellenlänge von 2 μm und einer Leistung bis 20 W wurde im Vergleich zur Präparation mit der bipolaren Schere am Tiermodell untersucht. Bei 12 Schweinen erfolgte eine laparoskopische Dünndarmteilresektion. Die Dissektion des Mesenteriums wurde randomisiert entweder mit der bipolaren Schere oder dem Infrarotlaser durchgeführt. Dissektionszeit, Resektatlänge, Blutungsepisoden, Blutmenge und Komplikationen wurden zwischen den Gruppen verglichen. Nach vier Wochen erfolgte eine erneute Laparoskopie zur Evaluierung von intraabdominellen Wundheilungsstörungen und Verwachsungen.

Ergebnisse

Bei vergleichbaren Resektatlängen von ca. 1 m Dünndarm konnte mit dem Infrarotlaser eine Verkürzung der Dissektionszeit um ein Drittel erreicht werden. Die Anzahl der Blutungsepisoden und der Blutverlust waren bei Einsatz des Infrarotlasers im Vergleich zur bipolaren Schere signifikant niedriger. Die Rauchentwicklung gestaltete sich in beiden Gruppen vergleichbar. Perioperativ traten keine Komplikationen auf.

Schlussfolgerung

Das von uns entwickelte Infrarotlaserskalpell gestattet einen gut praktikablen Einsatz auch unter laparoskopischen Bedingungen. Tierexperimentell war die Laserdissektion bei präziser Schneidwirkung und sicherer Koagulation sowohl bezüglich der Blutstillung am Resektionsrand als auch von der Dissektionsgeschwindigkeit der herkömmlichen bipolaren Schere überlegen.