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121. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie

27. bis 30.04.2004, Berlin

Laparoskopische Fundoplicatio: Fehleranalyse nach 200 Eingriffen

Poster

  • presenting/speaker Barbara Kraft - Allgemein- und Visceralchirurgie Marienhospital Stuttgart, Deutschland
  • E. Schönleber - Allgemein- und Visceralchirurgie Marienhospital Stuttgart, Deutschland
  • B.J. Leibl - Allgemein- und Visceralchirurgie Marienhospital Stuttgart, Deutschland
  • K. Kraft - Allgemein- und Visceralchirurgie Marienhospital Stuttgart, Deutschland
  • C. Jäger - Allgemein- und Visceralchirurgie Marienhospital Stuttgart, Deutschland
  • R. Bittner - Allgemein- und Visceralchirurgie Marienhospital Stuttgart, Deutschland

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie. 121. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie. Berlin, 27.-30.04.2004. Düsseldorf, Köln: German Medical Science; 2004. Doc04dgch0436

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/dgch2004/04dgch388.shtml

Veröffentlicht: 7. Oktober 2004

© 2004 Kraft et al.
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Gliederung

Text

Einleitung

Zur Therapie der Refluxerkrankung stehen medikamentöse und intraluminal endoskopische Methoden zu Verfügung. Daneben hat die laparoskopische Fundoplicatio als operative Option zunrhmend an Bedeutung gewonnen.

Material und Methoden

Anhand einer retrospektiven Aufarbeitung unserer Patientendaten sollte eine Fehleranalyse der laparoskopischen Fundoplicatio erfolgen. Insgesamt wurden seit 1990 203 Patienten mit GERD operiert, seit August 1995 erhielten 178 Patienten eine laparoskopische Fundoplikatio mit einer kurzen 360 Grad-Manschette nach Nissen. Eine Serie von bisher 60 Patienten wurde telefonisch nach ihren Beschwerden sowie ihrer Lebensqualität nach Fundoplicatio befragt.

Ergebnisse

Die durchschnittliche OP-Zeit lag bei 121 Minuten, bei den ersten 50 Pat. betrug sie 140 Min., bei Pat. 150-203 noch 96 Minuten. Intraoperative Komplikationen traten bei 11% der Pat., postoperative Komplikationen bei 10,8% auf. Die Rezidivrate lag bei 7,3%, sie sank von anfänglich 18% auf 2% bei den letzten 50 Pat. Als Rezidivursache fanden wir bei 13 Patienten einen klaffenden Hiatus, bei 4 Pat. lag eine Manschettenluxation oder -torquierung vor. Bei Pat. 1-100 führten wir einen Hiatusverschluss in 26% durch, davon teilweise mit resorbierbarer Naht. 4% erhielten eine Netzverstärkung. Bei Pat. 101-203 wurde in 100% ein Hiatusverschluss mit nicht resorbierbarer Naht durchgeführt, knapp 10% erhielten eine Netzverstärkung. Die tel. Nachbefragung der Patienten ergab einen postoperativen Lebensqualitätsindex von 117, entsprechend dem der Normalbevölkerung. 6,6% der Patienten klagten postoperativ noch über Refluxbeschwerden, 11,6% über Dysphagie.

Schlussfolgerung

Durch Einführung einer routinemässigen posterioren Hiatoplastik mit nicht resorbierbarer Naht und zusätzlicher Netzverstärkung bei Bedarf konnten wir die Zahl der Hernienrezidive signifikant verringern. Bei einer Erfolgsrate von 90%, einer Morbidität von 10,8% und einer Letalität von 0% stellt die laparoskopische Fundoplicatio eine sinnvolle Therapieoption der GERD dar.